Berlinale

I Am Not A Witch

Synopsis
I Am Not A Witch dreht sich um ein Neunjähriges Mädchen, Shula, welche der Hexerei bezichtigt wird. Shula ist das erste Kind, das zu einem reisenden Hexenlager gebracht wird. Dort wird sie mit einem Band an eine Spule festgebunden. Ihr wird gesagt, dass sie, sollte sie das Band durchtrennen und versuchen zu fliehen, verflucht sein wird und zu einer Ziege verwandelt wird. Im Laufe der Zeit sehnt sich Shula nach Freiheit. Gezwungen zu entscheiden, ob sie ihr Schicksal als Hexe akzeptiert, entfacht sie eine Rebellion innerhalb des Lagers.

Director’s Note
Das Thema und die Absicht meines Films entstand, nachdem ich einen besonders trockenen Sommer in Sambia verbrachte, wo es mehrere Berichte gab, in denen Frauen Hexerei vorgeworfen wird – auch meiner Nachbarin. Von da an wuchs die Idee. Ich wollte absichtlich einen absurden Ton im Film verwenden – denn je mehr ich recherchierte, desto bizarrer und fast komisch wurde es. Ich ging in den Norden Ghanas, um in Hexenlagern zu recherchieren. Ich blieb in einem Hexenlager in Kpatinga mit 75 älteren Frauen, die dort leben. Ich sprach mit einer Frau, die von einer anderen Frau der Hexerei beschuldigt wurde. Diese hatte einfach einen Eimer Wasser über die Frau geworfen als sie vom Brunnen zurückging und beschuldigte sie der Hexerei. Es ist gewissermaßen lustig und tragisch zugleich.

Sambia
Regie: Rungano N yoni
Produktion: Clandestine Films (Frankreich), Soda Pictures (Großbritannien)
Deutscher WCF-Partner: unafilm (Deutschland)
Weltvertrieb: tbc

Gefördert in der WCF-Jurysitzung im July 2016
Fördersumme: 50.000 €