Berlinale

History of fear (Historia del miedo)

Synopsis
Ein Polizeihubschrauber kreist über einer Gated Community am Rande einer Großstadt. Irgendetwas muss vorgefallen sein. Schon die erste Einstellung erzählt von der Paranoia, die sich wie ein dunkler Schatten über dieses Regiedebüt legt. Es geht um die Angst einer gesellschaftlichen Klasse, die sich immer mehr abschottet. Ein Loch im Zaun stellt für sie bereits eine lebensgefährliche Bedrohung dar. Jenseits der eigenen Abgrenzung beginnt für die Wohlhabenden das soziale Niemandsland. Hier vermuten sie zwielichtige und unberechenbare Wesen, die es ganz auf ihr Vermögen abgesehen haben. Die Kamera tritt einen Schritt zurück, um das diffuse Unbehagen und eine fast schon archaische Angst in grotesken und aberwitzigen Bildtableaus festzuhalten und gleichzeitig zu hinterfragen. Als vor einigen Jahren Argentinien von einer schweren Wirtschaftskrise erschüttert wurde, nutzte die Politik Sorgen und Ängste der Menschen aus, um bewusst eine allgemeine Verunsicherung zu schüren. In seinem ironischen Sittengemälde einer Gesellschaft, die sich immer weiter auseinanderdividiert, reflektiert Benjamin Naishtat diese Entwicklung.

Director’s note
Angst. Zunächst funktioniert sie über das Gehirn. Die Zuschauer können die Angst, die die Figuren erfahren, logisch begreifen.
Doch im Laufe des Films wird die Angst immer intuitiver, physischer und beinahe ansteckend erfahrbar.


Weltpremiere
Berlin International Film Festival 2014, Competition
Festivals und Preise (Auswahl)
Special Jury Prize, Tokyo FILMeX 2014
Best New Narrative Director – Special Jury Mention, Tribeca Film Festival 2014
Critics Special Award, São Paulo International Film Festival 2014
New Director’s Showcase Award, Seattle International Film Festival 2014
Special Mention, Ghent International Film Festival 2014
New Directors Prize, San Francisco International Film Festival 2014
Grand Prize, Jeonju Film Festival 2014
FIPRESCI Prize, T-Mobile New Horizons International Film Festival 2014

Argentinien 2014
Regie: Benjamin Naishtat
Produktion: Rei Cine (Argentinien), Ecce Films (Frankreich), Mutante Cine (Uruguay), vitakuben GmbH (Deutschland)
Deutscher WCF-Partner: vitakuben GmbH
Weltvertrieb: Visit Films (USA)

Gefördert in der WCF-Jurysitzung im November 2012
Fördersumme: 30,000 €