Berlinale

Cocote

Synopsis
Alberto, ein Gärtner aus der Hauptstadt Santo Domingo, reist in sein Heimatdorf zur Beerdigung seines Vaters, der von einem Polizisten ermordet wurde. Nach seiner Ankunft beginnt das traditionelle Begräbnis, ein dreitägiges Ritual, in dem der Tod des Verstorbenen unter lauten Klagen gefeiert wird. Während der Trauerfeier, die mit Elementen aus dem afrikanischen und katholischen Glauben bestückt ist, tritt Alberto in Konflikt mit den religiösen Bräuchen. Mittlerweile der protestantischen Kirche beigetreten, erscheinen ihm die Rituale unmoralisch und satanisch. Dazu kommt der Druck der Familie, den Tod seines Vaters zu rächen.

Director’s note (momentan nur in Englisch verfügbar)
Ich war stets daran interessiert, an welchen Stellen und in welcher Form Gewalt in meinem Heimatland entsteht. Eine seltsame Gewalt, still und immer lauernd. Um über Gewalt zu sprechen, frage ich mich, woher unser Verständnis für Moral rührt. Dieser Frage gehe ich nach, indem ich unsere Religionen und deren Institutionen analysiere, da sie eine fundamentale Rolle in der Bildung von Werten spielen. In Cocote werden diese wertebildenden Religionen konfrontiert und versuchen sich dabei zu verteidigen.

Dominikanische Republik
Regie: Nelson Carlo de los Santos
Produktion: Guasabara Cine (Dominikanische Republik), Nabis Filmgroup (Argentinien)
Deutscher WCF-Partner: Pandora Film Produktion

Gefördert in der WCF-Jurysitzung im November 2014
Fördersumme: 30.000 €