Berlinale

ARAF - Somewhere In Between

Synopsis
Zehra und Olgun verbringen den Großteil ihres jungen Lebens auf einer Tankstelle, in der Nähe eines vereinsamten Highways. Die monotone Schichtarbeit wird nur durch ihre naiven Vorstellungen von einer besseren Zukunft durchbrochen. Die ehemals bedeutsame Industrielandschaft ist nur noch ein gesichtsloser Ort voll Industrieabfall und Arbeitslosigkeit. Die meisten Einwohner sind in die Stadt geflüchtet, um dort ihr Glück zu versuchen. Zehra, Olgun und ihre Freunde dagegen bleiben, gefangen zwischen der Vergangenheit und einer ungewissen Zukunft. Zehra träumt davon, dass die Liebe sie aus ihrem sinnlosen Dasein erlösen wird und verliebt sich in einen älteren LKW-Fahrer. Als sich ihr Verlangen nach Mahur in eine tragische erste Liebe verwandelt, wird ihr rebellischer Freund Olgun, selber noch kein richtiger Mann, immer frustrierter. Zehras und Olguns Weg zum Erwachsenwerden ist bittersüß, voller Leid und Erwachen.

Director’s note
Araf – Somewhere in Between ist ein Spiegel unserer heutigen Welt. Eine Welt, in der die Menschen in einer Art Vakuum leben. So, als seien wir ans Ende der uns vertrauten Welt gekommen und stünden an der Grenze zum Unbekannten, im Unklaren darüber, wie wir dem begegnen sollen oder welche Gefühle es in uns auslöst. Unser Gesellschaftssystem sendet Alarmsignale, die wir jedoch nicht wahrnehmen. Araf – Somewhere in Between lässt sich global verstehen - auf einer Mikroebene reflektiert er die Besonderheiten der Türkei. Der Film porträtiert dieses Konzept, indem er einen Einblick in die Existenz derer gibt, die ganz durchschnittlich leben, zwischen der Nationalkultur und dem Persönlichen gefangen sind. Der Schauplatz der Tankstelle ist als Metapher zu verstehen und reflektiert die flüchtige und sich im ständigen Wandel befindende Wesensart unserer Zeit. Die Hauptfiguren sind in einem Entpuppungsstadium. Sie existieren in der Ungewissheit dieser undurchsichtigen Welt voller ungreifbarer Realitäten.


Weltpremiere
Venice International Film Festival 2012, Orrizonti

Festivals und Preise (Auswahl)
Adana Golden Boll Film Festival 2012
Best Actress, Tokyo International Film Festival 2012
Black Pearl Award - Narrative, Abu Dhabi Film Festival 2012
New York Film Festival 2012
Toronto International Film Festival 2012

Türkei 2012
Regie: Yesim Ustaoglu (Türkei)
Produktion: Ustaoglu Film Production (Türkei), CDP (Frankreich), The Match Factory (Deutschland)
Deutscher WCF-Partner: The Match Factory
Weltvertrieb: The Match Factory (Deutschland)

Gefördert in der WCF-Jurysitzung im November 2010
Fördersumme: 30.000 €