Berlinale

40 DAYS OF SILENCE (CHILLA)

Synopsis
Bibicha weigert sich plötzlich zu sprechen. Der Grund für ihr Schweigen ist rätselhaft. Wird sie ihr Gelübde aufrechterhalten können? Kann es einen Kompromiss zwischen ihrem eigenen Willen und dem Druck der Familie geben? Was erhofft sie, durch ihr Schweigen herauszufordern?

Director’s note
Chilla ist ein heiliges Ritual, das in den Schlüsselmomenten des Lebens vollzogen wird: bei der Geburt, der Heirat, dem Tod. Es ist der Schwur für ein elementares Begehren. Die vier Hauptfiguren des Films zeigen meine Vision der Geschichte von usbekischen Frauen. Sie sind inspiriert von mir nahestehenden Menschen und folgen der Idee des Chilla.
Die Hauptfigur Bibicha ist ein stummer Spiegel, der die Geschichten anderer Frauen reflektiert und sie ermahnt, sie zu erzählen.
Neben der Frauenthematik geht es mir um die Fragen nach dem Identitätsverlust, der Wertschätzung und der Transformation des Menschen in einer Gesellschaft, die tief im Islam verwurzelt ist – einer Gesellschaft, die durch den Kommunismus neu gestaltet und erst vor Kurzem unabhängig wurde. Wie spiegeln sich all diese Veränderungen in den Schicksalen der Frauen, ihren Seelen? Der Film offenbart ein intimes Portrait von vier Frauen aus vier verschiedenen Generationen, die unterschiedliche Vorstellungen, aber die gleichen Probleme haben.


Weltpremiere
Berlin International Film Festival 2014, Forum

Festivals und Preise (Auswahl)
Golden Alambra, Granada Film Festival Cines del Sur 2014
Hong Kong International Film Festival 2014
Seattle International Film Festival 2014

Usbekistan 2012
Regie: Saodat Ismailova
Produktion: Rohfilm (Deutschland), Petit Films (Frankreich), Volya Films (Niederlande)
Weltvertrieb: Ramonda Films (Frankreich)

Deutscher WCF-Partner: Rohfilm

Gefördert in der WCF-Jurysitzung im November 2009
Fördersumme: 70.000 €