Berlinale

Dol

Synopsis
Seine Hochzeit eskaliert zu einem bewaffneten Gefecht mit einer türkischen Armeeeinheit, und so flieht der türkische Kurde Azad in das benachbarte kurdische Autonomiegebiet im Norden des Irak. Bei seiner Odyssee stößt er auf Landsleute, die das zeit- genössische Schicksal der Kurden zwischen Unterdrückung, Exil und "nation building" auf unterschiedliche Weise symbolisieren.
In dem geografischen und zwischenmenschlichen "Bermuda-Dreieck" (Hiner Saleem) zwischen der Türkei, dem Irak und dem Iran vollziehen sich die Kämpfe für und gegen die Gründung eines kurdischen Staates. Dol zeigt die Narben, die dieser Prozess zurückgelassen hat, beschreibt eine Staatsgründung, die keine ist - auch, weil sich deren Protagonisten unfähig zeigen, die eigene Geschichte jenseits tradierter Rollenspiele zu akzeptieren. Landschaften und Menschen eröffnen ein bildgewaltiges Panorama, auf dem Geisteshaltungen und individuelle Schicksale parabelhaft kartografiert sind zwischen den kargen Weiten der Wüsten und der Enge der tiefen, steinigen Täler. Mit minimalistischer Lyrik und punktgenauem grotesken Humor erschließt Dol ein ganzes Kaleidoskop gesellschaftlicher Befindlichkeiten.


Weltpremiere
Internationale Filmfestspiele Berlin 2007, Forum

Kinostart in Deutschland
April 2007

Im Verleih in
Frankreich, Deutschland

Autonome Region Kurdistan/Frankreich/Deutschland 2006
Regie: Hiner Saleem
Produktion: Mitosfilm (Deutschland), Novociné (Frankreich)
Deutscher Verleih: Mitosfilm
Weltvertrieb: Mitosfilm

Gefördert in der WCF-Jurysitzung im Oktober 2006
Verleihförderung: 8.000 €