Berlinale

Daratt

Synopsis
Tschad 2006: Die Regierung gewährt eine allgemeine Amnestie für alle Kriegsverbrecher.
Der 16-jährige Atim bekommt von seinem Großvater einen Revolver überreicht mit dem Auftrag, den Mörder seines Vaters zu töten. Atim verlässt sein Dorf in Richtung N’djamena und begibt sich auf die Suche nach dem unbekannten Mann. Schnell macht er ihn ausfindig: Der frühere Kriegsverbrecher Nassara ist inzwischen verheiratet und betreibt eine kleine Bäckerei. Mit der festen Absicht, ihn zu töten, nähert sich Atim Nassara an, indem er als Bäckerlehrling bei ihm anheuert. Fasziniert von Atims zielgerichtetem Auftreten nimmt Nassara ihn unter seine Fittiche und weiht ihn in die Geheimnisse des Brotbackens ein. Über die Wochen entwickelt sich zwischen den beiden eine merkwürdige Beziehung. Trotz seiner Abscheu scheint Atim in Nassara die Vaterfigur zu erkennen, die er immer gebraucht hat, während Nassara Atim so sehr als eigenen Sohn empfindet, dass er sogar eine Adoption vorschlägt. Nichtsdestotrotz kann Atim sein ursprüngliches Ziel nicht verdrängen. Eine gewaltsame Konfrontation scheint unausweichlich…


Weltpremiere
Internationale Filmfestspiele von Venedig 2006, Wettbewerb

Kinostart in Deutschland
März 2008

Preise
Großer Preis der Jury, Internationale Filmfestspiele von Venedig 2006

Festivals
Internationale Filmfestspiele von Venedig 2006
Viennale 2006
International Film Festival Rotterdam 2007
Filmtage Tübingen 2007
Filmfest Braunschweig 2007

Tschad 2006
Regie: Mahamet-Saleh Haroun
Produktion: Chinquitty Films (Frankreich), Goi – Goi Productions (Tschad)
Deutscher Verleih: Kairos Filmverleih
World sales: Pyramide International

Gefördert in den WCF-Jurysitzung im Januar 2008
Fördersumme: 8.000 €