Berlinale: European Film Market


European Film Market

Der European Film Market ist einer der drei bedeutendsten Branchentreffs der internationalen Film- und Medienindustrie. Seine enge Verknüpfung mit dem Publikumsfestival und seine Position im Zentrum einer lebendigen Berliner Kreativwirtschaft geben dem Filmmarkt der Berlinale sein Profil. Der EFM ist mehr als ein agiler Marktplatz für den Handel mit Film und audiovisuellem Content – er hat sich als Plattform für Innovation und Wandel positioniert.

Eine professionelle Infrastruktur für die Aussteller*innen im Gropius Bau und im Marriott Hotel, hochmoderne Kinos, eine Vielzahl an Marktpremieren und ein herausragender Service durch enge Kunden- und Partnerbeziehungen kennzeichnen den Filmmarkt als erstklassige Handelsplattform. Vielfalt und die Bandbreite der Bedürfnisse bedient der EFM durch maßgeschneiderte Formate für seine verschiedenen Teilnehmergruppen, fokussiert auf Vernetzung, Austausch, Information und die Integration immer neuer Akteure.

Die inhaltliche Verflechtung mit den anderen Industry-Bereichen der Berlinale, dem Berlinale Co-Production Market, Berlinale Talents und dem World Cinema Fund, sowie den Programmsektionen des Festivals bereichert die angebotene Plattformvielfalt.

Der European Film Market ist Barometer und Taktgeber für das neue Filmjahr. Brandaktuelle Produktionen und Entwicklungen, zukunftsweisende Geschäftsmodelle, Kontakte und Verträge – It all starts here.

Neun Tage lang kommen knapp 10.000 Vertreter*innen der internationalen Film- und Medienwirtschaft – vornehmlich Produzent*innen, Ein- und Verkäufer*innen, Vertriebe und Finanziers – zusammen, um sich zu vernetzen, auszutauschen, zu informieren und Geschäfte zu machen. Als erstes internationales Marktereignis des Jahres ist der EFM stark positioniert und dient als Kompass.

Mit stetig wachsendem Erfolg bietet der Filmmarkt gezielte Angebote für die verschiedenen Teilnehmergruppen und bindet seit ein paar Jahren auch neue Akteure anderer Branchen, wie Startup-Entrepreneur*innen und Vertreter*innen aus der Tech-Industrie an den Markt – die Schnittstelle zur Filmwirtschaft immer im Blick.

  • 9975 Fachbesucher*innen aus 112 Ländern
  • 800 Filme, davon 586 Marktpremieren
  • 1110 Marktvorführungen in 40 Kinos + 30 VR-Projekte in 1 VR-Kino
  • 1840 Einkäufer*innen
  • 200 Stände und Offices (in MGB + Marriott Hotel)
  • 540 Aussteller
  • 9 Tage

Der Berlinale Co-Production Market als eigenständiges Forum des European Film Market vernetzt jährlich etwa 600 international erfahrene Produzent*innen und Finanziers, mit dem Ziel, die Teilnehmer*innen zu Koproduktionspartner*innen der ausgewählten Projekte zu machen.

Die „Drama Series Days“ bieten einer wachsenden Zahl von Filmschaffenden, die sich mit der Entwicklung, der Produktion und dem Handel von High-End-Dramaserien beschäftigen, im renommierten Zoo Palast eine eigene Veranstaltung aus Marktvorführungen, Konferenzprogramm, Showcases und Networking. Die Plattform ist ein gemeinsames Projekt von EFM, Berlinale Co-Production Market und Berlinale Talents sowie eng verzahnt mit Berlinale Series als Teil des Festivalprogramms.

Neue Synergien gibt es beim „EFM Producers Hub“ in Zusammenarbeit mit dem Berlinale Co-Production Market und dem Produzentenverband ACE, bei dem internationale Produzent*innen zusammenkommen und unter Marktbedingungen ihre Projekte entwickeln. Finanziers und Einkäufer*innen sind Hauptgeschäftspartner*innen von Produzent*innen. Der „EFM Producers Hub“ bietet einen exklusiven Raum für Meetings, Beratung von Expert*innen zu Finanzierungs- und Vertriebsstrategien und eine Talk-Reihe.

Dokumentarfilme haben bei der Berlinale an Aufmerksamkeit und Sichtbarkeit gewonnen, was sich auch beim EFM widerspiegelt: 2009 wurde der „DocSalon“ in Kooperation mit dem European Documentary Network (EDN) eingeführt. Die Plattform versteht sich als wichtige Anlaufstelle für die Dokumentarfilmindustrie. Nach den Dokumentarfilmfestivals im Herbst bietet der „DocSalon“ zum Jahresauftakt Gelegenheit, sich über neueste Entwicklungen und Projekte zu informieren. Eine Talk-Reihe, Match-Makings und Beratung fördern gezielt den Austausch.

Der „Berlinale Africa Hub“ ist nicht nur ein Treffpunkt für Filmschaffende aus Subsahara-Afrika, sondern legt auch einen starken Fokus auf digitale Innovationen, die die Entwicklungen in der audiovisuellen Industrie auf dem Kontinent vorantreiben.

„EFM Horizon“ versteht sich als Fenster zu aktuellen und wegweisenden Entwicklungen in der Medien- und Unterhaltungswelt, als Kompass für zukunftsfähige und durch neue Technologien getriebene Geschäftsmodelle, digitale Neuheiten und Storytelling von morgen. Das progressive Programmformat richtet sich an alle Teilnehmer*innen des Marktes, die sich zukunftsfähig aufstellen und mit neuen Akteur*innen aus der Tech- und anderen Kreativbranchen vernetzen wollen. Die ideale Atmosphäre für die Innovationsplattform des EFM bietet die Berliner Freiheit in unmittelbarer Nähe zum Marriott Hotel.

Das Programm der Sektion NATIVe – A Journey into Indigenous Cinema, das sich Filmen indigener Filmemacher*innen widmet, ist mit einem Stand im Gropius Bau vertreten, ebenso wie Berlinale Talents mit dem „Market Hub“, der als Drehscheibe für aufstrebende Sales-Leute und Verleiher*innen dient. Aktuelle deutsche Filme, die für den Deutschen Filmpreis LOLA vorausgewählt sind, werden beim EFM der internationalen Fachwelt präsentiert.

Mit dem Sundance Film Festival kooperiert der EFM seit über zehn Jahren und präsentiert jährlich eine Reihe von Filmen, die unmittelbar nach ihrer Sundance-Premiere auf einem internationalen Markt gezeigt werden. 2018 wurden erstmalig auch Virtual-Reality-Projekte aus dem Sundance-Programm „New Frontier“ beim EFM vorgestellt.

1978 als „Filmmesse“ der Berlinale ins Leben gerufen, wurde der Markt 1988 in European Film Market umbenannt. Was mit einigen wenigen Ausstellertischen im Bikinihaus im Berliner Westen begann, hat sich zu einem der drei größten Filmmärkte der Welt mit inzwischen knapp 10.000 Fachbesucher*innen aus der Film- und Medienwirtschaft entwickelt.

Im Laufe der Jahre verzeichnete der EFM ein stetes Wachstum, insbesondere aber mit dem Umzug in den Gropius Bau 2006. Aufgrund der großen Nachfrage wurde der Filmmarkt 2009 nochmals um weitere Ausstellungsflächen im Marriott Hotel erweitert.

Seit über zehn Jahren bietet der European Film Market mehr als eine Plattform mit professioneller Infrastruktur für den Handel mit Filmrechten und audiovisuellem Content. Die Synergien zwischen Festival und EFM wurden kontinuierlich ausgebaut und der Markt in enger Zusammenarbeit mit zahlreichen Partnern um neue Geschäftsfelder, die EFM Initiativen, erweitert.