Internationale Kurzfilmjury 2022
Goldener Bär für den Besten Kurzfilm
Trap
von Anastasia Veber
Durch eine herausragend arrangierte Montage treten Fragmente aus den Leben junger Menschen zum Vorschein, die sich in einer kontrollierenden und repressiven Gesellschaft gefangen fühlen. Das sorgfältig und reduziert konstruierte Narrativ versetzt uns als Zuschauer*innen in einen emotionalen Sog aus Ekstase, aus Gefühlen des Widerstands und der Hoffnungslosigkeit. Das eindringliche Finale des Films stößt uns in einen Strudel der Energie und lässt uns keine andere Wahl als Teil dieser Welt zu werden. Der Blick der Kamera schafft ein ermächtigendes Gefühl, geboren aus dem Wunsch, gemeinsam zu imaginieren, gemeinsam aufzubegehren und einander zu vertrauen.
Silberner Bär Preis der Jury (Kurzfilm)
Manhã de Domingo
von Bruno Ribeiro
In scheinbar zusammenhangslosen Vignetten bewegt sich der Film von der Nervosität um ein Klavierkonzert hin zum Umgang mit der Erfahrung von Trauer. Spannung entsteht in den subtilen Momenten, in denen die Protagonistin zwischen der Realität und ihren Erinnerungen oszilliert. Mit einer außergewöhnlichen Kontrolle über das filmische Bild zeichnet Bruno Ribeiro das Portrait einer mit einem Verlust konfrontierten Künstlerin im inneren Kampf zwischen Angst und dem Wunsch es zu schaffen.
Berlin Short Film Candidate for the European Film Awards
Kinderjury Generation Kplus 2022
Gläserner Bär für den Besten Film
Comedy Queen
von Sanna Lenken
Eine tolle Protagonistin, megastark und gleichzeitig verletzlich, hat uns ihre bittersüße Geschichte um Verlust, Trauer, Wut und Heilung fesselnd erzählt. Dieser Film war eine Achterbahn der Gefühle: mal tot-traurig, mal witzig, mal peinlich. Die Musik hat immer gut gepasst. Die Kamera war mal stabil, mal shaky. Das war super.
Lobende Erwähnung
An Cailín Ciúin
von Colm Bairéad
Ein schöner Film führte uns in eine emotionsvolle, naturreiche Welt voller Liebe. Die schauspielerische Leistung der Protagonistin hat uns sehr beeindruckt. Die tiefen Gefühle wurden von sensibler Musik passend untermalt.
Gläserner Bär für den Besten Kurzfilm
Vlekkeloos
von Emma Branderhorst
Ein Tabuthema wird endlich angesprochen. Etwas, worüber die ganze Menschheit Bescheid weiß - aber niemand redet darüber. Stress, Panik und Verzweiflung, nur weil man kein Geld für Tampons hat. Das muss sich ändern!
Lobende Erwähnung
Luce and the Rock
von Britt Raes
Ein süßer Animationsfilm führt uns in eine märchenhafte, bunte und felsige Welt. Er führt uns vor Augen, dass Zuhause nicht unbedingt da ist, wo man geboren ist, sondern wo man Freund*innen hat.
Internationale Jury von Generation Kplus 2022
Großer Preis der Internationalen Jury von Generation Kplus für den Besten Film
An Cailín Ciúin
von Colm Bairéad
Wie viele Filme des diesjährigen Generation Kplus-Wettbewerbs verhandelt dieser Film die Herausforderungen des Familienlebens. Voller Details und mit einer feinfühligen Geschichte, erzählt der Film von Kindheit, Trauer, Elternschaft und vom Bemühen, eine Familie zu bilden. Die äußerst starke Erzählung geht in einer beeindruckenden Kameraarbeit auf. Der Ton und die Bilder kreieren eine einzigartige Stimmung.
Lobende Erwähnung
Shabu
von Shamira Raphaëla
Ein Film voller Leben, Musik und liebenswerten Charakteren. Frische und Energie sind die zentralen narrativen Elemente, die sich von der Leinwand direkt auf das Publikum übertragen.
Spezialpreis der Internationalen Jury von Generation Kplus für den Besten Kurzfilm
Gavazn
von Hadi Babaeifar
Mit einer beeindruckenden und poetischen Kameraarbeit sowie durch ein authentisches Schauspiel, erzählt dieser Film die Geschichte eines Jungen, der sich durch eine uralte Legende bestärkt fühlt, seinen Bruder zu retten. Die Erzählung war einnehmend, mystisch und wahrhaftig.
Jugendjury Generation 14plus 2022
Gläserner Bär für den Besten Film
Alis
von Clare Weiskopf, Nicolás van Hemelryck
Ein bewegender Film, der mit einfachsten Mitteln eine unglaubliche Nähe und Intimität schafft. Auf behutsame Art und Weise werden die Protagonistinnen und auch das Publikum mit Schmerz und Erinnerungen konfrontiert. Wie gelingt es mir, meine Vergangenheit aufzuarbeiten, ohne daran zu zerbrechen? Mit beeindruckender Ehrlichkeit und Direktheit beantwortet der Film diese Frage.
Lobende Erwähnung
Stay Awake
von Jamie Sisley
Ungeschönt und erschreckend konkret wirft uns der Film in einen Alltag, der von einem wiederkehrenden traumatischen Ereignis geprägt ist. Durch die gemeinsame Reise wurden die Schauspieler*innen und ihre Charaktere zu unseren Vertrauten in einem Wechsel von Hoffnung und Enttäuschung. Der Film ließ uns sprachlos und aufgewühlt zurück.
Gläserner Bär für den Besten Kurzfilm
Born in Damascus
von Laura Wadha
Eindrucksvoll und intim in seiner Erzählweise, überzeugte uns dieser Kurzfilm und setzte sich auch gegen die starke Konkurrenz durch. Durch diesen Film haben wir Zugang zu einer neuen Realität bekommen, die uns im Alltag so noch nicht begegnet ist. Auf eine undurchdringliche Art untersucht der Film, welchen Einfluss verdrängte Erinnerungen auf unsere Identität ausüben. Noch lange nach dem Ende des Films hatte jede*r von uns etwas zu denken. Wir alle wurden auf eine ganz besondere Art von diesem Film berührt und wollen ihn nun mit dem Gläsernen Bären für den Besten Kurzfilm auszeichnen.
Lobende Erwähnung
Nada para ver aqui
von Nicolas Bouchez
Dieser Kurzfilm ist ein Kunstwerk! Ausdrucksstark und kontrastreich zum schnellen Heute; gleichzeitig auch beobachtend und wertfrei, lässt er die Freiheit, sein eigenes Ich mit den Bildern zu verbinden. Spielerisch überbringt der Film seinen Inhalt, meist ohne viele Worte und lädt zum Nachdenken ein. Durch das Zusammenspiel von Formen, Farben, Kanten, Rundungen, Ausschnitten, Licht und Schatten hebt er sich von den anderen Filmen ab.
Internationale Jury Generation 14plus 2022
Großer Preis der Internationalen Jury von Generation 14plus für den Besten Film (ex aequo)
Kind Hearts
von Olivia Rochette, Gerard-Jan Claes
Der erste Große Preis (ex aequo) geht an einen Film, der uns umstandslos in das Leben zweier junger Menschen wirft, die uns eine delikate Einsicht in ihr emotionales Wachsen geben, während sie uns an die unvorhersehbare und schwer fassbare Natur dieser Sache, genannt Liebe, erinnern.
Großer Preis der Internationalen Jury von Generation 14plus für den Besten Film (ex aequo)
Skhema
von Farkhat Sharipov
Der Film ist eine intime Introspektion in ungleich dunklere Herausforderungen für junge Menschen von heute. Aber seine Stärke liegt in seiner Universalität und seiner starken und authentischen Performance. Er erkundet die Verwundbarkeit von jungen Frauen in diesem Schlüsselmoment ihres Lebens, wenn sie weder Kinder noch Erwachsene sind. Mit lichten und dunklen Momenten – und einem fantastischen Ende.
Spezialpreis der Internationalen Jury von Generation 14plus für den Besten Kurzfilm
Au revoir Jérôme !
von Adam Sillard, Gabrielle Selnet, Chloé Farr
Als der Kurzfilm auf der Leinwand erschien, waren wir alle von einer großen Freude erfüllt. Das dunkle Theater war von brillanten Farben erleuchtet, merkwürdige kaleidoskopische Kreaturen in Bäumen, Hot-Dogs-Hunde und ein fragiler Mann, der am Ende in seine Einzelteile zersplittert und zerfällt. An die Filmemacher*innen sagen wir: Danke für diesen Trip.
Lobende Erwähnung
Tinashé
von Tig Terera
Ein Teil der Freude beim Anschauen des Filmes lag darin, in eine neue Welt transportiert zu werden. Es gibt eine interessante Wahrheit in diesem Film, wenn er etwas über junge Menschen erzählt, das sich frisch anfühlt. Der Film ist komplex und tief – und zeigt eine Seite des Lebens in Australien, die wir sonst nicht auf der Leinwand sehen.
Lobende Erwähnung
Blaues Rauschen
von Simon Maria Kubiena
Wir zeichnen einen Film mit einer Lobenden Erwähnung aus, der mit ein paar klaren und präzisen Streichen den Kampf eines jungen, mit sich kämpfenden Mannes porträtiert, der versucht, seinen Weg und seinen Platz in der Welt zu finden.
Jury GWFF Preis Bester Erstlingsfilm 2022
GWFF Preis Bester Erstlingsfilm
Sonne
von Kurdwin Ayub
produziert von Ulrich Seidl
Jury Berlinale Dokumentarfilmpreis 2022
Berlinale Dokumentarfilmpreis
Myanmar Diaries
von The Myanmar Film Collective
produziert von Corinne van Egeraat
Lobende Erwähnung
No U-Turn
von Ike Nnaebue
produziert von Christilla Huillard-Kann, Okechukwu Omeire, Don Edkins,Tiny Mungwe
Weitere Preise 2022
Panorama Publikums-Preis
Preisträger Spielfilm 2022
Baqyt
von Askar Uzabayev
Ehrenauszeichnungen des Festivals 2022
Alle Preise & Jurys 2022
Alle Preise und Jurys der 72. Internationalen Filmfestspiele Berlin
Jury Encounters 2022
Bester Film
MUTZENBACHER
von Ruth Beckermann
„Masterfully playing with minimal elements interwoven through a rigorous mise-en-scène punctuated by humour, the director achieves a rich and complex reflection on gender and sexual politics that raises complicated questions of utmost relevance today.“
Beste Regie
Cyril Schäublin
Unrueh
„With a strange and unsettling calm, the film immerses the viewer in a moment where ideals of collectivity and anarchism confront the encroaching powers of capitalism and the erosion of worker’s time. As exacting in its cinematographic decisions, as the watches we see being assembled.“
Spezialpreis der Jury
À vendredi, Robinson
von Mitra Farahani
„The encounter of two poets in the autumn of their lives, orchestrated by the director with mischief and a loving yet discerning regard. A playful battle of egos, that doubles as an intimate and moving meditation on language, communication and artistic creation.“
Internationale Jury 2021
Goldener Bär für den Besten Film (an die Produzent*innen)
Babardeală cu bucluc sau porno balamuc
von Radu Jude
produziert von Ada Solomon
„Der Goldene Bär geht an einen Film, der die seltenen und grundlegenden Eigenschaften eines beständigen Kunstwerks besitzt. Es fängt auf der Leinwand den eigentlichen Gehalt, die Quintessenz, Geist und Körper, die Wertvorstellungen und das nackte Fleisch unseres gegenwärtigen Augenblicks ein. Genau dieses Augenblicks menschlichen Daseins.
Er tut das, indem er den Zeitgeist heraufbeschwört, ihn ohrfeigt, zum Duell herausfordert. Und damit hinterfragt er auch den gegenwärtigen Zeitpunkt im Kinofilm, indem er mit derselben Kamerabewegung unsere gesellschaftlichen und filmischen Konventionen erschüttert.
Es ist ein kunstvoll ausgearbeiteter Film, der zugleich ausgelassen ist, intelligent und kindisch, geometrisch und lebendig, auf beste Art ungenau. Er greift die Zuschauer*innen an, ruft Widerspruch hervor, und erlaubt doch niemandem, Sicherheitsabstand zu halten.“
Silberner Bär Großer Preis der Jury
Guzen to sozo
von Ryusuke Hamaguchi
„Dort, wo Dialoge und Wörter für gewöhnlich aufhören, fangen die Dialoge dieses Films erst an. Hier gehen sie in die Tiefe, so tief, dass wir uns erstaunt und besorgt fragen: Wieviel tiefer geht es noch? Hamaguchis Wörter sind Materie, Musik, Werkstoff.
Zunächst sieht es fast unbedeutend aus: Ein Mann und eine Frau, manchmal zwei Frauen, stehen in einem Raum mit weißen Wänden. Dann kommt die Szene in Bewegung, und während sie sich entwickelt, fühlt man, dass das ganze Universum, einschließlich man selbst, dort zusammen mit ihnen in diesem einfachen Raum steht.“
Silberner Bär Preis der Jury
Herr Bachmann und seine Klasse
von Maria Speth
„Im Film kann man die Aufmerksamkeit auf grundlegende Probleme lenken, indem man den Finger auf die Wunde legt, oder indem man Zuversicht zeigt und Anregungen gibt, wie eine positive Veränderung bewirkt werden kann. Die Regisseurin dieses einfühlsam-kraftvollen Dokumentarfilms hat sich für letztere Strategie entschieden.
Der Film behält immer den richtigen Abstand in seiner Konzentration auf einen der ‚Außendienstmitarbeiter‘ unserer Gesellschaft, der für die prägendsten Jahre unserer Kinder bestimmend ist und ihre Lebenseinstellung nachhaltig beeinflusst. Aus der Perspektive der Regisseurin beobachtet ist dieser Lehrer einzigartig: er gestaltet ein System in der Krise – unser europäisches Bildungssystem – um, federt es ab, macht es menschlicher, und diese Menschlichkeit macht es viel wirksamer.
Der Film zeigt, wie weit man es allein mit echtem Respekt, offenem Austausch und dem Zaubertrick bringen kann, den alle großartigen Lehrer*innen beherrschen: sie entfachen das Feuer der Leidenschaft in ihren Schüler*innen, indem sie ihre Fantasie anregen.“
Silberner Bär für die Beste Regie
Dénes Nagy
Természetes fény
„Beängstigende und wunderbar gefilmte, hypnotisierende Bilder; eine beeindruckende Regiearbeit und meisterhafte Steuerung jeder einzelnen Komponente des Filmkunsthandwerks; eine Erzählung, die über ihren geschichtlichen Zusammenhang hinausweist. Das Abbild eines Krieges, bei dem der aufmerksame Blick des Regisseurs uns erneut daran erinnert, dass wir uns zwischen Passivität und dem Übernehmen persönlicher Verantwortung entscheiden müssen.“
Silberner Bär für die Beste Schauspielerische Leistung in einer Hauptrolle
Maren Eggert
Ich bin dein Mensch
von Maria Schrader
„Ihre Präsenz machte uns neugierig, ihr Charme sensibel. Und ihre breite schauspielerische Palette ließ uns fühlen, lachen und Fragen stellen. Mit Unterstützung ihrer wunderbaren Kolleg*innen und ihrer Regisseurin erfüllte sie ein ausgezeichnetes Drehbuch selbstbewusst mit Leben und erschuf eine unvergessliche Figur, mit der wir uns identifizieren können – was uns dazu bringt, über unsere Gegenwart und unsere Zukunft nachzudenken, über unsere Beziehungen und darüber, was wir wirklich im Leben wollen.“
Silberner Bär für die Beste Schauspielerische Leistung in einer Nebenrolle
Lilla Kizlinger
Rengeteg – mindenhol látlak
von Bence Fliegauf
„Unter den vielen herausragenden Kleinstdarstellungen in Forest - I See You Everywhere fanden wir eine besonders überzeugend und einprägsam. Auf ihren jungen Schultern trägt Lilla Kizlinger eine außergewöhnliche Verantwortung mit Anmut und einer täuschend natürlichen Lockerheit. Allein durch die Kraft ihrer Interpretation und ihre intensive Präsenz zieht sie die verdeckten Ebenen der Szene an die Oberfläche und definiert damit genau genommen den Anlass hinter dem Film: die unheimliche Bedrohung dieser Welt, das Erbe, das wir Erwachsenen den Kindern von heute überlassen. Statt uns etwas zu erzählen, es uns zu erklären, bewältigt sie die viel schwierigere Aufgabe, in uns das Bedürfnis zu wecken, über die drängenden, beunruhigenden Fragen unserer Gegenwart nachzudenken. Sie hat uns bezaubert, und mit diesem Bezaubertsein hat sie uns zum Nachdenken angeregt.“
Silberner Bär für das Beste Drehbuch
Hong Sangsoo
Inteurodeoksyeon
von Hong Sangsoo
„Dieses Drehbuch schafft mehr, als eine Geschichte zu erzählen oder die Handlung effizient voranzutreiben, indem es jene flüchtigen Zwischenräume zwischen einer Handlung und der nächsten herstellt, in denen, für einen Augenblick, eine verborgene Wahrheit des menschlichen Lebens unversehens offenbart wird, hell und klar.“
Silberner Bär für eine Herausragende Künstlerische Leistung
Yibrán Asuad für die Montage von
Una película de policías
von Alonso Ruizpalacios
„Der Silberne Bär für eine Herausragende Künstlerische Leistung geht an das meisterhafte Montagekonzept eines gewagten, innovativen Kinowerks, das die Grenzen zwischen Fiktion und Realität verschwimmen lässt und mutig die Fähigkeit der Filmsprache erforscht, unsere Sicht auf die Welt zu verändern. Die Montage spielt eine wesentliche Rolle bei der Untermauerung der einzigartigen Vision des Filmemachers, indem sie die zahlreichen Ebenen von Realität und Sprache gekonnt dekonstruiert, um einen detaillierten, nachdenklich stimmenden Einblick in eine der umstrittensten Institutionen Mexikos zu gewähren.“
Internationale Kurzfilmjury 2021
Goldener Bär für den Besten Kurzfilm
Nanu Tudor
von Olga Lucovnicova
„In Nanu Tudor (My Uncle Tudor) führt uns Olga Lucovnicova durch den komplexen Prozess, einem Kindheitstrauma zu begegnen. Aus den Nahaufnahmen intimer Details des Familienhauses setzt sie Stück für Stück das Bild einer scheinbar idyllischen Welt zusammen, voll unschuldiger Nostalgie. Dem gegenüber stehen jedoch die Unterhaltungen mit ihrem Onkel Tudor, aus denen immer deutlicher die schrecklichen Erlebnisse ihrer Kindheit hervortreten, die er mal leugnet, mal eingesteht ohne Reue zu zeigen. Präzise umkreist Lucovnicovas subtiler filmischer Blick ihre Familienmitglieder. Ihr persönlicher Mut zusammen mit ihrem herausragenden filmischen Können schaffen einen eindringlichen, emotional vielschichtigen Film.“
Silberner Bär Preis der Jury (Kurzfilm)
Xia Wu Guo Qu Le Yi Ban
von Zhang Dalei
„Ein Familienbesuch beim Großvater wird zum langsamen, liebevollen Abschied zwischen ihm und seinem Enkelsohn. Die fein verwobenen Familiendynamiken und das hervorragende Schauspiel des Ensembles lassen uns in einen wahrhaftigen Moment im Leben der Figuren eintauchen. Die kunstvolle Inszenierung wirkt natürlich und unaufdringlich. In Xia Wu Guo Qu Le Yi Ban (Day Is Done) zeichnet Zhang Dalei mit seiner reichen filmischen Sprache ein sensibles Familienporträt, das über die kurze Form hinausweist.“