Berlinale: Programm


Filmdatenblatt

Hommage

Swimming Pool

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In einer Schaffenskrise nimmt die Londoner Krimi-Autorin Sarah Morton das Angebot ihres Verlegers an, ihren nächsten Roman in seinem Sommerhaus in Südfrankreich zu schreiben. Doch rasch sieht sie sich dort in ihrer Ruhe gestört, denn überraschend nistet sich die halbwüchsige Tochter des Verlegers im Haus ein. Anfangs angewidert, dann zusehends fasziniert verfolgt Sarah Julies wildes Liebesleben, das sie zu einem neuen Romanentwurf inspiriert. Julie liefert ihr mit ihrem hohen Männerverbrauch reichlich Stoff. Bis einer der Liebhaber auch an Sarah Interesse zeigt … Wunsch oder Wirklichkeit? In François Ozons heißem Sommer-Thriller verschwimmt die Grenze zwischen Fakten und Fabulierlust. Als „spätes Mädchen“ gegen ihren Typ besetzt, führt Charlotte Rampling den Wandel ihrer Figur zur erotisch stimulierten Frau mit einem Augenzwinkern vor. Dabei ist die Veränderung nicht nur an ihrer Kleidung abzulesen – „the colonel’s daughter“ tritt zunächst in Khaki-Farben auf und wechselt dann zu kräftigem Rot. Auch ihre Bewegungen werden immer fließender, so dass die Behauptung, sie habe die „Swinging Sixties“ in London selbst miterlebt, glaubhaft wird.

von
François Ozon

Frankreich / Vereinigtes Königreich 2003

Französisch, Englisch

102’ · Farbe · 35 mm

Altersfreigabe FSK 12

Mit

Charlotte Rampling
Ludivine Sagnier
Charles Dance
Marc Fayolle
Jean-Marie Lamour
Mireille Mossé
Michel Fau
Jean-Claude Lecas

Stab

Regie
François Ozon
Buch
François Ozon, Emmanuèle Bernheim
Kamera
Yorick Le Saux
Montage
Monica Coleman
Musik
Philippe Rombi
Ton
Pascal Von Hatten
Art Director
Wouter Zoon
Kostüm
Pascaline Chavanne
Produzent*innen
Olivier Delbosc, Marc Missonnier

Biografie

François Ozon

Der 1967 in Paris geborene Regisseur und Drehbuchautor zählt zu den renommiertesten Filmschaffenden seines Landes. Er studierte an der Filmhochschule La Fémis und wurde vor Peter von Kant bereits fünfmal in den Wettbewerb der Berlinale eingeladen: 2000 mit Tropfen auf heiße Steine, der mit dem Teddy Award ausgezeichnet wurde, 2002 mit der Komödie 8 femmes, dessen Darstellerinnen-Ensemble den Silbernen Bären erhielt, 2007 mit Angel, 2009 mit Ricky und 2019 mit Gelobt sei Gott, für den Ozon den Großen Preis der Jury erhielt. 2012 gehörte er der Wettbewerbsjury an.

Filmografie (Auswahl)

1998 Sitcom 1999 Les amants criminels (Criminal Lovers) 2000 Gouttes d’eau sur pierres brûlantes (Water Drops on Burning Rocks) · Sous le sable (Under the Sand) 2002 8 femmes (8 Women) 2003 Swimming Pool 2004 5 x 2 2005 Le temps qui reste (Time to Leave) 2007 Angel 2009 Ricky · La refuge (The Refuge) 2010 Potiche 2012 Dans la maison (In the House) 2013 Jeune et jolie (Young & Beautiful) 2014 Une nouvelle amie (The New Girlfriend) 2016 Frantz 2017 L’amant double 2019 Grâce à Dieu (By the Grace of God) 2020 Été 85 (Summer of 85) 2021 Tout s’est bien passé (Everything Went Fine) · Peter von Kant

Stand Bio- & Filmografie: Berlinale 2022