Berlinale: Programm


Filmdatenblatt

Panorama

Dafne

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„Nicht vergessen: Wir sind arbeitende Menschen! Wir sind ein Team!“ Dafne winkt ihrem Vater Luigi aufmunternd zu. Dann marschiert sie von dannen, um pünktlich bei ihrem Job im Supermarkt zu sein. Durch einen Unfall hat Dafne vor Kurzem ihre Mutter, Luigi seine Frau verloren. Doch während die 30-Jährige, die mit Down-Syndrom geboren wurde, ihr Leben nach dem schrecklichen Unglück weiterhin mit Verve meistert, verfällt ihr Vater in eine Depression. Um Luigi da wieder herauszuholen, muss Dafne all ihre Energie aufbringen. Glücklicherweise hat die eigensinnige Frau eine Menge davon in petto.
In Federico Bondis Porträt einer durch einen Trauerfall belasteten Familienbeziehung scheinen die Rollen vertauscht. Nicht die Verlusterfahrung, und erst recht nicht die Genommutation können Dafnes Lebensmut schmälern. Während sie sich fürsorglich um Luigi kümmert, scheint der immer mehr mit seiner Verantwortung als Vater zu kämpfen. In seinem zweiten Spielfilm zeigt der italienische Regisseur behutsam, dass Coming-of-Age keine Frage des Alters ist und dass es letztlich keine Rolle spielt, wer wen stützt. Hauptsache, man hält zusammen.

von
Federico Bondi

Italien 2019

Italienisch

94’ · Farbe

Weltpremiere

Mit

Carolina Raspanti (Dafne)
Antonio Piovanelli (Luigi)
Stefania Casini (Maria)

Stab

Regie, Buch
Federico Bondi
Kamera
Piero Basso
Montage
Stefano Cravero
Musik
Saverio Lanza
Sound Design
Daniela Bassani, Marzia Cordò, Giancarlo Rutigliano, Stefano Grosso
Ton
Mirko Guerra
Production Design
Cristina Del Zotto, Alessandra Mura
Kostüm
Massimo Cantini Parrini
Maske
Sara Marina Lombardi
Casting
Francesca Borromeo
Regieassistenz
Cinzia Castania, Vincenzo Rosa
Herstellungsleitung
Gian Luca Chiaretti, Maurizio Milo
Produzenten
Marta Donzelli, Gregorio Paonessa

Biografie

Federico Bondi

Geboren 1975 in Florenz. Nach seinem Filmstudium an der Universität Florenz war er als Regisseur von Dokumentationen und Werbefilmen tätig, darunter Soste, Soste Japan oder L’uomo planetario. L’utopia di Ernesto Balducci. Sein erster Spielfilm Mar Nero wurde im Wettbewerb des 61. Filmfestivals in Locarno gezeigt und dort u. a. mit dem Preis für die beste Darstellerin ausgezeichnet. Der Film wurde auf diversen Festivals weltweit präsentiert und für weitere Preise nominiert, etwa den David-di-Donatello-Preis und den Silver Ribbon Award für den besten Nachwuchsregisseur.

Filmografie (Auswahl)

2001 Soste; Dokumentarfilm 2002 Soste Japan; Dokumentarfilm 2005 L’uomo planetario. L’utopia di Ernesto Balducci; Dokumentarfilm 2009 Mar nero 2013 Educazione affettiva; Dokumentarfilm

Stand Bio- & Filmografie: Berlinale 2019

Produktion

Vivo film

Rai Cinema

Weltvertrieb

Rai Com