Berlinale: Programm


Filmdatenblatt

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Jamal

A Camel

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In den späten 1970er- und frühen 1980er-Jahren gab eine Gruppe von Filmemachern, die zu dem Zeitpunkt in der Filmabteilung des Kulturministeriums arbeiteten, das Magazin CINEMA heraus. Diese Gruppe gründete im April 1989 die Sudanese Film Group (SFG), um unabhängiger vom Staat agieren zu können. Ihr Ziel bestand darin, an allen Aspekten der Filmproduktion, der Filmvorführung und der Lehre beteiligt zu sein und die Leidenschaft der Sudanes*innen für das Kino aufrechtzuerhalten. Am 30. Juni 1989 beendete jedoch der Putsch, der ein Misstrauen gegenüber allen Formen der Kunst mit sich brachte, jegliche kulturellen Bestrebungen. Alle zivilgesellschaftlichen Organisationen wurden verboten. Im Jahr 2005 wurde schließlich die feste Hand des Staates etwas gelockert und die SFG konnte sich erneut registrieren.
Das Arsenal – Institut für Film und Videokunst ließ 2018 sieben Werke dieser sudanesischen Filmemacher digital restaurieren. Der Kurzfilm Jamal (1981) von Ibrahim Shaddad berichtet aus dem Leben eines Kamels, dessen Großteil sich in einem düsteren, kleinen Raum – einer Sesammühle – abspielt.

von
Ibrahim Shaddad

Sudan 1981

Ohne Dialog

14’ · Schwarz-Weiß

Stab

Regie, Buch
Ibrahim Shaddad
Kamera
Elhadi Ahmed Ibrahim, Salah Eddeen Awad
Montage
Abdel Gadir Daoud
Ton
Awad Eldaw, Salah Saeed
Production Manager
Manar Elhilo
Restaurierung
Arsenal – Institut für Film und Videokunst

Biografie

Ibrahim Shaddad

Ibrahim Shaddad, geboren 1945 in Halfa, Sudan, ist ein Absolvent der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf (seinerzeit Hochschule für Film und Fernsehen der DDR). Fast all seine Filme und Theaterstücke wurden von den Produzenten eingestellt oder von der sudanesischen Regierung verboten. Er ist Gründungsmitglied der Sudanese Film Group sowie Redaktionsmitglied des Magazins Cinema.

Filmografie

1964 Jagdpartie (Hunting Party) 1981 Jamal (A Camel); 14 Min. 1984 Al Habil (The Rope); 32 Min. 1994 Insan; 25 Min.

Stand Bio- & Filmografie: Berlinale 2019

Produktion

Department of Culture, Cinema Section