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Maso et Miso vont en bateau

Maso and Miso Go Boating

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Als das von der UNO ausgerufene „Internationale Jahr der Frau“ 1975 zu Ende ging, strahlte das französische Fernsehen eine Sendung aus, die unter dem Titel „Das Jahr der Frau. Gott sei Dank! Es ist vorbei“ fragwürdige Äußerungen französischer Männer versammelte, zu denen sich die damalige Staatssekretärin für Frauenfragen, Françoise Giroud, als einziger weiblicher Gast verhalten sollte. Maso et Miso vont en bateau ist die Antwort der feministischen Videoaktivistinnen „Les Insoumuses“ – Carole Roussopoulos, Delphine Seyrig, Nadja Ringart und Ioana Wieder – auf diesen Abend: Wütend und voller Witz intervenieren sie vom Schneidetisch aus und legen nicht nur die Sendung, sondern auch das Amt Girouds als Farce einer patriarchalen Gesellschaft bloß. „Kein Fernsehbild kann uns verkörpern, wir werden uns mit Hilfe von Video erzählen“.
Eine weitere Arbeit des Kollektivs ist S.C.U.M. Manifesto, das eine Lesung des gleichnamigen Manifests von 1967 inszeniert. Während im Hintergrund Nachrichtenbilder des männlich dominierten Weltgeschehens über den Fernseher flackern, breitet Delphine Seyrig Valerie Solanas' Thesen zum biologisch unvollständigen und vom Vagina-Neid getriebenen Mann aus.

von
Carole Roussopoulos
Delphine Seyrig
Ioana Wieder
Nadja Ringart

Frankreich 1976

Französisch

Dokumentarische Form
55’ · Schwarz-Weiß

Stab

Regie
Carole Roussopoulos, Delphine Seyrig, Ioana Wieder, Nadja Ringart
Montage
Carole Roussopoulos, Delphine Seyrig, Ioana Wieder, Nadja Ringart
Produzenten
Les Insoumuses

Biografie

Carole Roussopoulos

Geboren 1945 in Lausanne, Schweiz, starb 2009. Ihre umfangreiche Filmografie umfasst mehr als 100 Arbeiten.

Stand Bio- & Filmografie: Berlinale 2019

Delphine Seyrig

Geboren 1932 in Beirut, Libanon, wirkte als Darstellerin in den 1960er- und 1970er-Jahren in Filmen von Alain Resnais, François Truffaut, Luis Buñuel, Jacques Demy und Chantal Akerman mit. Anfang der 1970er-Jahre entdeckte sie im Umfeld von Carole Roussopoulos die Möglichkeiten der Arbeit mit Video; unter anderem drehte sie 1976 mit Roussopoulos den feministischen Film S.C.U.M. Manifesto. Gemeinsam mit Ioana Wieder und Carole Roussopoulos gründete sie 1982 das Centre audiovisuel Simone de Beauvoir, dessen Präsidentin sie bis zu ihrem Tod im Jahr 1990 war.

Stand Bio- & Filmografie: Berlinale 2019

Ioana Wieder

Geboren in Bukarest, Rumänien. Gemeinsam mit Delphine Seyrig und Carole Roussopoulos gründete sie 1975 das Kollektiv Les Insoumuses, 1982 das Centre audiovisuel Simone de Beauvoir, dessen Präsidentin sie nach Seyrigs Tod im Jahr 1990 wurde.

Stand Bio- & Filmografie: Berlinale 2019

Nadja Ringart

Geboren 1948 in der Nähe von Paris. Sie ist Soziologin und Filmemacherin. Seit der Gründung des Centre audiovisuel Simone de Beauvoir im Jahr 1982 gehört sie zu dessen Vorstand.

Stand Bio- & Filmografie: Berlinale 2019

Weltvertrieb

Centre audiovisuel Simone de Beauvoir
www.centre-simone-de-beauvoir.com