Berlinale: Programm


Filmdatenblatt

Panorama

Sie nannten ihn Amigo

They Called Him Amigo

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Deutschland 1939. Der 13-jährige Berliner Junge Rainer Meister, genannt Amigo, findet im Gerümpelkeller des Hinterhofs einen Mann. Es ist Pepp, ein aus dem KZ geflohener politischer Häftling. Als Sohn einer kommunistischen Arbeiterfamilie weiß Amigo, in welche Gefahr er sich begibt, wenn er Pepp hilft. Er tut es dennoch und verpflichtet seine beiden Mitwisser, seinen jüngeren Bruder und dessen Freund, zum Schweigen. Aber der Freund vertraut sich seinem Vater an. Und der, ein selbstzufriedener, feiger Nazi-Mitläufer, wird schließlich zum Denunzianten.
Sie nannten ihn Amigo wird im Rahmen der Verleihung des Heiner-Carow-Preises 2019 gezeigt. Der Preis wird seit 2013 von der DEFA-Stiftung an einen deutschen Dokumentar-, Spiel- oder Essayfilm der Sektion Panorama vergeben. Die diesjährige Jury besteht aus Henrika Kull (Filmemacherin und Produzentin), Maren Liese (Justiziarin der DEFA-Stiftung) und Pierre Sanoussi-Bliss (Schauspieler und Regisseur).
Der Film wird mit deutschen Untertiteln für Hörgeschädigte und Audiodeskription gezeigt. Zur Verleihung wird es Gebärdensprach- und Live-Schriftdolmetschung geben.

von
Heiner Carow

Deutsche Demokratische Republik 1958

Deutsch

62’ · Farbe & Schwarz-Weiß

Durch die freundliche Unterstützung des Beauftragten der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung ist die Veranstaltung barrierefrei.

Mit

Ernst-Georg Schwill (Rainer „Amigo“ Meister)
Fred Düren (Peter „Pepp“ Grosse)
Erich Franz (Vater Sinewski)
Angelika Hurwicz (Marta Meister)
Wilhelm Koch-Hooge (Walter Meister)
Dietmar Simon (Axel „Sine“ Sinewski)
Bernd Trewendt (Horst „Hotta“ Meister)
Peter Kalisch (Gestapo-Mann I)
Heinz Schröder (Gestapo-Mann II)
Heinz Schubert (Gestapo-Mann III)
Hans Klering (Gasmann)
Siegfried Fromm (Eisenbahner)

Stab

Regie
Heiner Carow
Buch
Heiner Carow, Claus Küchenmeister, Wera Küchenmeister
Dramaturgie
Eleonore Schmidt-Schwarze
Kamera
Helmut Bergmann
Kameraassistenz
Peter Süring
Montage
Ilse Peters
Musik
Kurt Schwaen
Ton
Werner Klein
Szenenbild
Willy Schiller
Kostüm
Dorit Gründel
Maske
Hanns Wosnik
Regieassistenz
Hanna Georgi
Production Manager
Paul Ramacher

Biografie

Heiner Carow

Geboren 1929 in Rostock, gestorben 1997 in Berlin. Mit 21 Jahren trat er in die Regieklasse des DEFA-Nachwuchsstudios in Ost-Berlin ein. Nach diversen Kurz-Dokumentarfilmen, wechselte er zum DEFA-Studio für Spielfilme. Er drehte erfolgreiche Kinder- und Jugendfilme und ab den 1970er-Jahren Spielfilme für Erwachsene. Die Legende von Paul und Paula (1972/73) wurde zu seinem größten Erfolg. Auf der Berlinale 1990 erhielt er für Coming Out (1989/90) den Silbernen Bären.

Filmografie

1953 Ein Schritt weiter; Kurz-Dokumentarfilm 1954 Dorf im Herbst; Kurz-Dokumentarfilm · Der Strukturbohrer [Jg.1954 / Folge 06]; Kurz-Dokumentarfilm Co-Regie: Alfred Siegert, Lothar Devaal · Die Wette gilt; Kurz-Dokumentarfilm · Forschen und Schaffen. Folge VI; Kurz-Dokumentarfilm Co-Regie: Alfred Siegert, Lothar Devaal 1956 Martins Tagebuch; Kurz-Dokumentarfilm 1957 Sheriff Teddy 1959 Sie nannten ihn Amigo 1960 Das Leben beginnt 1961 Mongolia; Dokumentarfilm 1964 Die Hochzeit von Länneken 1966 Die Reise nach Sundevit 1968 Die Russen kommen; Verbotsfilm, Premiere 1987 1971 Karriere; Spielfilm mit Material seines verbotenen Films DIE RUSSEN KOMMEN 1973 Die Legende von Paul und Paula 1975 Ikarus 1978 Bis daß der Tod euch scheidet 1989 Coming out · Zweiradshow; Kurz-Dokumentarfilm Co-Regie: Jürgen Voigt 1992 Verfehlung

Stand Bio- & Filmografie: Berlinale 2019

Produktion

DEFA-Studio für Spielfilme

Weltvertrieb

Stiftung Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen