Berlinale: Programm


Filmdatenblatt

Forum Expanded Ausstellung

Zur Bauweise des Films bei Griffith

On Construction of Griffith’ Films

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Eine Einstellungsfolge bei Griffith aus Intolerance von 1916. Es gibt vielfältige Montageformen: ganz selbstverständlich die Großaufnahme, die wechselnden Einstellungsgrößen, Schuss-Gegenschuss, Parallel-Montage, den Zeitsprung über viele Jahrhunderte. Aber eine Einstellungsfolge fällt heraus. Sie lässt einen denken, mit ihr werde die Ausdrucksform Schuss-Gegenschuss erfunden. Oder, zur Bekräftigung einer Sache, der man sich noch nicht sicher ist, nochmals hergeleitet.
Diese Sequenz ist wie eines der Tiere, die nur in der Welt sind, um ein Beispiel für die Richtigkeit der darwinistischen Theorie abzugeben. Der Kino-Darwinismus ist aber weder richtig noch falsch.

von
Harun Farocki

Deutschland

stumm

9’ · Schwarz-Weiß · 2-Kanal-Videoinstallation

Stab

Regie
Harun Farocki
Montage
Harun Farocki
Idee
Harun Farocki, Antje Ehmann
Produzent
Harun Farocki

Biografie

Harun Farocki

Harun Farocki, geboren 1944 in Nový Jicin, im damals von den Deutschen annektierten Teil der Tschechoslowakei, heute Tschechien, war Filmemacher, Künstler und Autor. Von 1966 bis 1968 studierte er an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (DFFB). Er realisierte mehr als 100 Produktionen für Kino und Fernsehen sowie zahlreiche installative Arbeiten für den Ausstellungsraum. Harun Farocki verstarb 2014 bei Berlin.

Filmografie (Auswahl)

1967 Die Worte des Vorsitzenden (The Words of the Chairman); 3 Min. 1978 Zwischen zwei Kriegen (Between Two Wars); 83 Min. 1982 Etwas wird sichtbar (Before your Eyes Vietnam); 114 Min. 1984 Peter Lorre – das doppelte Gesicht (The Double Face of Peter Lorre); 59 Min. 1986 Wie man sieht (As You See); 72 Min. 1988 Bilder der Welt und Inschrift des Krieges (Images of the World and the Inscription of War); 75 Min. 1990 Leben – BRD (How to Live in the FRG); 83 Min. 1991 Was ist los? (What's Up?); 60 Min. 1992 Videogramme einer Revolution (Videograms of a Revolution); mit Andrei Ujica, 106 Min. 1995 Arbeiter verlassen die Fabrik (Workers Leaving the Factory); 36 Min. · Schnittstelle (Interface); Videoinstallation, 23 Min. 1996 Der Auftritt (The Appearance); 40 Min. 1997 Die Bewerbung (The Interview); 58 Min. · Stilleben (Still Life); 56 Min. 2000 Ich glaubte Gefangene zu sehen (I Thought I was seeing Convicts); Videoinstallation, 23 Min. 2001 Die Schöpfer der Einkaufswelten (The Creators of Shopping Worlds); 72 Min. · Auge / Maschine (Eye / Machine); Videoinstallation, 23 Min. 2002 Auge / Maschine II (Eye / Machine II); Videoinstallation, 14 Min. 2003 Erkennen und Verfolgen (War at a Distance); 58 Min. · Auge / Maschine III (Eye / Machine III); Videoinstallation, 25 Min. 2004 Gegen‑Musik (Counter Music); Videoinstallation, 23 Min. · Nicht ohne Risiko (Nothing Ventured); 50 Min. 2005 Aufstellung (In-Formation); Videoinstallation, 16 Min. · Ausweg (A Way); Videoinstallation, 14 Min. 2006 Zur Bauweise des Films bei Griffith (On Construction of Griffith’ Films); Videoinstallation, 9 Min., Forum Expanded 2006 · Arbeiter verlassen die Fabrik in elf Jahrzehnten; Videoinstallation, 36 Min. 2007 Vergleich über ein Drittes; Videoinstallation, 24 Min. · Deep Play; Videoinstallation, 15 Min. 2008 Fressen oder Fliegen; Videoinstallation, 24 Min. 2009 Ernste Spiele III: Immersion; Videoinstallation, 20 Min. · Zum Vergleich (In Comparison); 61 Min. 2012 Ein neues Produkt (A New Product); 37 Min. 2013 Sauerbruch Hutton Architekten; 73 Min. 2014 Parallele I–IV (2012–2014); Videoinstallation

Stand Bio- & Filmografie: Berlinale 2019

Produktion

Harun Farocki