Berlinale: Pressemitteilungen


Pressemitteilungen 2018

Preise und Ehrungen

24.02.2018:
Berlinale 2018: Gläserne Bären und Preise des Deutschen Kinderhilfswerks bei Generation Kplus

Die Mitglieder der Kinderjury Generation Kplus – Laslo Baudouin, Luise Babette Dahns, Christian Fock, Nele Heinig, Julina Matilde Jung, Namiko Kammin, Jonas Kurth, Theresa Sagebiel, Jonas Schuster, Jonas Volkers, Ella Widmoser – vergeben die folgenden Preise:

Gläserner Bär für den Besten Film:

Les rois mongols (Hand auf’s Herz)
Von Luc Picard, Kanada
Dieser Film liegt uns besonders am Herzen, denn wir konnten sehr gut in die Geschichte eintauchen und die Schauspieler*innen haben uns mit ihren Charakteren mitfühlen lassen. Die Geschichte der vier Kinder war trotz ihrer ernsten Situation humorvoll, das haben vor allem die Geschwister mit ihrer Liebe zu einander getragen.
Die technische Seite wollen wir aber nicht vernachlässigen, denn die Musik war sehr schön und passend und wir mochten die Kameraperspektiven sehr gerne.

Lobende Erwähnung:

Supa Modo
Von Likarion Wainaina, Deutschland / Kenia
Auf rührende und packende Weise wird die Geschichte eines todkranken Mädchens erzählt. Mit überzeugendem Schauspiel und einer abwechslungsreichen Filmkulisse zeigt der Film, wie die Fantasie des Mädchens und die Menschlichkeit und Willenskraft des gesamten Dorfes die letzten Monate ihres Lebens zu etwas Besonderem machen.


Gläserner Bär für den Besten Kurzfilm:

A Field Guide to Being a 12-Year-Old Girl (Handbuch einer 12-Jährigen)
Von Tilda Cobham-Hervey, Australien
Auf eine außergewöhnliche und kreative Art wird uns eine komplexe Spezies nähergebracht, mit deren Vielfältigkeit sich nicht nur Mädchen identifizieren können. Die Dokumentation zeigt uns mit viel Witz vor allem eines: Mädchen können alles schaffen!

Lobende Erwähnung:

Snijeg za Vodu (Schnee für Wasser)
Von Christopher Villiers, Bosnien und Herzegowina / Großbritannien
Zwei Geschwister entführen uns in eine Welt voller Angst und Trostlosigkeit und bringen uns diese mit etwas Hoffnung näher. In dieser unmenschlichen Situation bringt uns der Film Menschlichkeit bei. Die Erinnerung an diesen Krieg sollte für immer in den Köpfen der Menschen bleiben.


Die Mitglieder der Internationalen Jury Generation Kplus – Amanda Duthie, Sanna Lenken, Carla Simón – vergeben die folgenden Preise:

Großer Preis der Internationalen Jury von Generation Kplus für den Besten Film, im Wert von 7.500 Euro, gestiftet vom Deutschen Kinderhilfswerk:

Sekala Niskala (Sichtbar und unsichtbar)
Von Kamila Andini, Indonesien / Niederlande / Australien / Katar
Der Große Preis der Internationalen Jury von Generation Kplus geht an eine Regisseurin mit einer besonderen filmischen Vision. Ein poetisches Märchen über Leben im und aus dem Gleichgewicht. Der Film begibt sich auf eine gefühlvolle Reise, getrieben von Kummer, Wut und Akzeptanz. Diese einzigartige Welt berührte uns alle. Es ist ein Film, der dem Risiko, dem Authentischen sowie dem Mystischen in einem fein inszenierten, filmischen Tanz begegnet.

Lobende Erwähnung:

Allons enfants (Cléo & Paul)
Von Stéphane Demoustier, Frankreich
Mit der Lobenden Erwähnung möchten wir einen Film würdigen, der eine realistische Situation zeichnet, die wir alle nachempfinden können. Dem Gefühl von Furcht wird in einer urbanen Wildnis mit dem Gefühl von Magie und Freiheit begegnet. Die kleinen Stars dieses Films liefern eine feinfühlige Performance jenseits ihres Alters.


Spezialpreis der Internationalen Jury von Generation Kplus für den Besten Kurzfilm, im Wert von 2.500 Euro, gestiftet vom Deutschen Kinderhilfswerk:

Jaalgedi (Ein neugieriges Mädchen)
Von Rajesh Prasad Khatri, Nepal / Frankreich
Als Jury hat es uns gefreut, schnell eine einstimmige Entscheidung treffen zu können – denn dieser Film stach für uns alle heraus. Ein visuell überwältigendes und authentisches Werk, das die Welt eine Mädchens, ihrer Arbeit und ihres Spiels, erkundet. Dieser Film sticht durch die Art und Weise, wie er mit Verantwortung umgeht, aus der Generation-Landschaft hervor. Es ist die Erkundung des Lebens eines Kindes, in seiner Familie, in seinem Dorf und oben auf der Spitze der Welt. Von den wolkigen Höhen Nepals kommt ein kurzes Meisterwerk – das Debüt des Regisseurs.

Lobende Erwähnung:

Cena d’aragoste (Hummer zum Abendbrot)
Von Gregorio Franchetti, USA / Italien
In Anerkennung eines Filmemachers, der mit großem Respekt komplexe Charaktere in feinfühliger Manier inszeniert. Es ist ein Regisseur, auf dessen nächstes Werk wir sehr gespannt sind, wenn er seine auf der Filmhochschule erworbene Kunstfertigkeit in einem Langfilm weiterentwickelt.


Presseabteilung
24. Februar 2018

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