Berlinale: Programm


Filmdatenblatt

Berlinale Classics

Az én XX. századom

My 20th Century

Mein 20. Jahrhundert

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1879. Während in New Jersey Thomas Alva Edison Menlo Park im Licht der neuen Glühbirnen erstrahlen lässt, beginnt in Budapest, im tristen, fernen Europa, für die Zwillinge Dora und Lili eine licht- und freudlose Kindheit. Auf wundersame Weise voneinander getrennt, gehen sie bald unterschiedliche Wege: Dora reüssiert als Hochstaplerin, Lili schließt sich einer Anarchistengruppe an. In der Silvesternacht 1899 kreuzen sich ihre Lebensläufe, ohne sich zu berühren, im Orientexpress. Was sie verbinden wird, ist Z, ein weitgereister Gentleman, der nicht ahnt, dass er mit zwei Frauen eine Liaison hat statt mit einer … Das Debüt der 2017 für ihren Film Testről és lélekről (Körper und Seele) mit dem Goldenen Bären ausgezeichneten Regisseurin Ildikó Enyedi funktioniert wie ein Vexierbild. Es bietet dem Zuschauer eine romantische Liebesgeschichte, ein poetisches Märchen, ein erotisches Rätsel – und zugleich ein Inventar der einstmals Neuen Medien: Elektrizität, Telegrafie, Film. Als eine Hommage an den Stummfilm gedacht und in Schwarz-Weiß gedreht, zitiert Az én XX. századom dessen technische Mittel und Tricks. – Welterstaufführung der digital restaurierten Fassung im Vorführformat 4K DCP.

von
Ildikó Enyedi

Ungarn / Bundesrepublik Deutschland 1989

Ungarisch

105’ · Schwarz-Weiß · 4K DCP

Digital restaurierte Fassung 2017

Mit

Dorota Segda
Oleg Jankovski
Péter Andorai
Gábor Máthé
Paulus Manker
Gyula Kéri
Andrei Schwartz
Dietrich Kuhlbrodt

Stab

Regie, Buch
Ildikó Enyedi
Kamera
Tibor Máthé
Montage
Mária Rigó
Musik
László Vidovszky
Ton
István Sipos
Bau-Ausführung
Róza Bálint
Kostüm
Agnes Gyarmathy
Maske
Helga Járai
Produzent*innen
Gábor Hanák, Norbert Friedländer

Biografie

Ildikó Enyedi

Geboren 1955 in Budapest. Begann ihre Karriere als Konzept- und Medienkünstlerin und wandte sich später als Regisseurin und Drehbuchautorin sowohl dem Kurz- als auch dem Spielfilm zu. Für ihre Arbeiten gewann sie über 40 internationale Preise. 1992 war sie Mitglied der Internationalen Jury der Berlinale. 15 Jahre später gewann sie mit On Body and Soul den Goldenen Bären der Berlinale.

Filmografie

1981 Flirt; Kurzfilm · Flirt; Kurzfilm 1983 The Viewer; Kurzfilm · The Viewer; Kurzfilm 1986 Invasion · Invasion 1987 The Mole · The Mole 1988 Will-o’-the-wisp · Will-o’-the-wisp 1989 My 20th Century · Az én XX. századom (My 20th Century) 1991 Winter War · Winter War 1995 Magic Hunter · Magic Hunter 1997 Tamás and Juli · Tamás and Juli 1999 Simon Magus · Simon Magus 2000 Geschichten in Gesichtern · Geschichten in Gesichtern 2004 EUROPA · EUROPA 2008 First Love · First Love 2013 TERÁPIA 1 + 2 + 3; TV-Serie, 2012–2016 · TERÁPIA 1 + 2 + 3; TV-Serie, 2012–2016 2017 Testről és lélekről (On Body and Soul) · Testről és lélekről; On Body and Soul

Stand Bio- & Filmografie: Berlinale 2020

Produktion

Budapest Filmstudio

Friedländer Filmproduktion

Weltvertrieb

Hungarian National Film Archive

Eine Restaurierung des
Hungarian National Film Fund – Hungarian Film Archive, Budapest; Ungarn

Digitale Restaurierung: Hungarian Film Lab, Budapest; Ungarn
Unter der Aufsicht von Tibor Máthé