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Kad budem mrtav i beo

When I Am Dead and Pale

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Jimmy hat es nicht so mit Namen. Wenn stimmt, was er sagt, wurde er als Junge von einem Granatsplitter in den Kopf getroffen. „Die singen Schlager!“, schwärmt der angehende, wenn auch völlig talentlose Nachwuchssänger, worauf ein Bekannter und Bandmanager klarstellt: „Das nennt man Beat-Musik.“ Jimmy weiß noch nicht einmal, wie er sich nennen soll – Jimmy, Jimmy Barka oder Janko, so sein eigentlicher Name. Gegen Ende des Films verkündet er: „Ich bin nicht Janko!“, und es ist, als würde er damit im Grunde sagen: „Ich bin nicht ich!“ Kad budem mrtav i beo ist weder Schlager noch Beat, sondern der ultimative Punkfilm des jugoslawischen Kinos, der schwärzeste der „Schwarzen Welle“. Der Film strotzt vor Musik meist traditioneller Art, nichts und niemand hält den rastlosen Jimmy vom Singen ab. Er will ganz groß rauskommen, es bis in die Stadt schaffen. Parallel zu Jimmys Abenteuern entsteht ein genaues Porträt der Vororte von Belgrad in den 60er Jahren: Volksfeste, Militärparaden, Gesangswettbewerbe, Baustellen, Schrotthaufen, Schlammfelder. Eine Stadt entfaltet sich vor uns – eine Stadt, in der jeder einfach verschwinden kann.

von
Živojin Pavlović

Jugoslawien 1967

Serbokroatisch

79 Min · Farbe

Mit

Dragan Nikolić (Džimi Barka)
Ružica Sokić (Duška)
Neda Spasojević (Lilica)
Dara Čalenić (Mica)
Severin Bijelić (Oficir)
Nikola Milić (Moša)
Zorica Šumadinac (Bojana)
Slobodan Aligrudić (Milutin)
Milivoje Tomić (Poslovođa)
Snežana Lukić (Zubotehničarka)

Stab

Regie
Živojin Pavlović
Buch
Ljubiša Kozomara, Gordan Mihić
Kamera
Milorad Jakšić-Fanđo
Schnitt
Olga Skrigin
Sound Design
Miodrag Petrov
Ton
Matija Barbalic
Production Design
Dragoljub Ivkov
Restaurierung/Produzent
Jadranka Blanusa, Centar Film, Jugoslav Pantelic, Yugoslav Film Archive

Biografie

Živojin Pavlović

Geboren 1933 in Šabac (damals: Königreich Jugoslawien, heute: Republik Serbien). Er studierte Malerei. 1962 entstand sein erster Film Žive Vode. Bis zum seinem Tod im Jahr 1998 drehte Pavlović 15 Spielfilme. Daneben war er als Schriftsteller, Maler und Professor tätig. Živojin Pavlović gilt als einer der bedeutenden Regisseure der Black Wave im jugoslawischen Kino der 60er Jahre. Für seinen Film Budjenje pacova erhielt er 1967 den Silbernen Bären der Internationalen Filmfestspiele Berlin.

Filmografie

1962 Žive vode; Teil des Omnibus-Films "Kapi, vode, ratnici" 1963 Obruč (Encirclement); Teil des Omnibus-Films "Grad" 1965 Neprijatelj (The Enemy); 95 Min. 1966 Povratak (The Return); 70 Min. 1967 Kad budem mrtav i beo (When I Am Dead and Pale); 79 Min. · Budjenje pacova (The Rats Woke Up); 79 Min., Wettbewerb 1967 1969 Zaseda (The Ambush); 80 Min. 1970 Crveno klasje (Red Wheat); 85 Min. 1973 Let mrtve ptice (Flight of a Dead Bird); 88 Min. 1977 Hajka (Man Hunt); 104 Min. 1980 Nasvidenje v nasledni vojni (See You in the Next War); 118 Min. 1983 Zadah tela (Body Scent); 99 Min. 1987 Na putu za Katangu (On the Road to Catanga); 106 Min. 1992 Dezerter (The Deserter); 109 Min. 2002 Država mrtvih (The State of Dead); 92 Min.

Stand Bio- & Filmografie: Berlinale 2018

Produktion

Centar Film
centarfilm.com

Yugoslav Film Archive

Weltvertrieb

Centar Film
centarfilm.com