Berlinale: Programm


Filmdatenblatt

Berlinale Shorts

T.R.A.P

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Mystischer Ort, verwunschene Geschichte: Eine Gruppe von Rittern, geht am Ufer des Río de la Plata an Land. Sie sind auf der Suche nach einem Grab, an dem sie ein Ritual abhalten wollen. Während sie durch den Dschungel ziehen, geschehen Dinge, die sie im Heute landen lassen. Sie haben Sex, finden ein Auto, genießen mit einem Bier in der Hand den Sonnenuntergang. Dann erklingt im Radio eine Nachricht, die alles in einem anderen Licht erscheinen lässt, und es gibt kein Zurück mehr. Im Süden Argentiniens ist es im vergangenen Sommer zu Demonstrationen gegen das italienische Mode- und Textilunternehmen Benetton gekommen. Die Firma besitzt dort riesige Ländereien, die ursprünglich den Mapuche gehörten. Die Mapuche-Ureinwohner versuchen seit Jahren, ihren Besitz zurückzuerhalten, um selbstbestimmt zu leben. Die Demonstrationen waren mit Ausschreitungen auf beiden Seiten verbunden; dabei verschwand Santiago Maldonado, der mit den Mapuche demonstrierte. „Nie wieder“ hieß es seit dem Ende der Diktatur in Argentinien, nun ist es wieder soweit. Es gibt keine Flucht vor der Realität, es gilt sich ihr zu stellen. Der Filmemacher bricht vorherrschende Stereotypen auf, um so seine eigene Geschichte jenseits des hegemonialen Anspruchs zu erzählen.
Maike Mia Höhne

von
Manque La Banca

Argentinien 2018

Spanisch

16 Min · Farbe

Weltpremiere

Mit

Teo Palvi (Xavier De La Tumba)
Julia Sbriller (Jules De La Pond)
Antu La Banca (Manc Le Blanc)

Stab

Regie, Buch
Manque La Banca
Kamera
Pablo Huerta
Schnitt
Manc Le Blanc
Sound Design
Hernan Biassotti
Musik
Antu La Banca
Produzent
Tobías Cédola
Co-Produktion
Un Puma, Buenos Aires, Argentinien

Biografie

Manque La Banca

Geboren 1990 in Bariloche, Argentinien. Er studierte Film an der Facultad de Bellas Artes der Universität von La Plata und Fotografie am Sindicato de la Industria Cinematográfica Argentina (SICA) in Buenos Aires. Gemeinsam mit seinem Bruder Antu la Banca gründete er 2012 das Label Parquee für Filme und Musik. Er führte Regie bei einigen Kurz- und einem Langspielfilm und arbeitet mit Super-8- und 16mm-Film. Mit seiner Band Nunca fui a un parque de diversiones nahm er mehrere Alben auf. In seinem hauseigenen Labor entwickelt er seine Filme selbst.

Filmografie

2011 Grrr; Kurzfilm 2014 No Hay Control; Kurzfilm · The 7 capital pardons: 1–The trip; Kurzfilm 2016 Los Muertos Dos 2017 The 7 capital pardons: 3–The future; Kurzfilm 2018 T.R.A.P

Stand Bio- & Filmografie: Berlinale 2018

Produktion

Parquee

Weltvertrieb

Parquee