Berlinale: Programm


Filmdatenblatt

Perspektive Deutsches Kino

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ist die Geschichte einer Initiation. Die 16-jährige Linn möchte gern in die Gemeinschaft der Jäger um ihren Vater aufgenommen werden. Schon lange ist sie mit den Gesetzen der Jagd vertraut, doch in der Realität muss sie sich noch beweisen. Linn schießt ihren ersten Elch. Aber ihr Stolz ist von kurzer Dauer, denn es stellt sich heraus, dass sie eine Mutterkuh getötet hat. Alttiere dürfen nicht vor ihren Kälbern erlegt werden, weil diese sonst elend verenden. Das Junge muss aufgespürt und getötet werden. Linn ist überzeugt, da war kein Kalb, doch die Männer winken ab. Ein Teil von ihnen macht sich auf die Suche, während Linn bei denen bleiben soll, die das erlegte Wild ausnehmen. Die Scham sitzt tief und Linn sucht ihren eigenen Weg: Ein Gang in die Wildnis, der zu ihrer eigentlichen Prüfung wird. „Rå“ bedeutet „rau“ oder „roh“, als Verb heißt es „beherrschen“ oder „bewältigen“. In der nordischen Volksmythologie ist ein Rå zudem ein weiblicher Waldgeist, die Hüterin des Waldes und der wilden Tiere. Sophia Böschs Film erzählt, was es heißt, als Mädchen in einer männlich geprägten Gesellschaft zu bestehen, und auch davon, was im Angesicht des Archaischen von unseren zivilisatorischen Geschlechterrollen übrig bleibt.

von
Sophia Bösch

Deutschland / Schweden 2018

Schwedisch

30’ · Farbe · 2K DCP

Weltpremiere

Mit

Sofia Aspholm (Linn)
Lennart Jähkel (Harald)
Lars T. Johansson (Einar)
Ingmar Virta (Rikard)
Ivan Mathias Petersson (Lukas)
Emil Öhlén (Anton)

Stab

Regie
Sophia Bösch
Buch
Roman Gielke, Sophia Bösch
Kamera
Aleksandra Medianikova
Montage
Andrea Herda Muñoz
Musik
Damian Scholl
Sound Design
Robert Niemeyer
Ton
Robert Niemeyer
Production Design
Anna Andersson, Amanda Edlund
Kostüm
Amanda Edlund
Maske
Franziska Mayntz
Production Manager
Valeria Venturelli
Producerin
Laura Klippel
Co-Produzent
Stefan Hencz
Co-Produktion
Filmgården HB, Luleå

Biografie

Sophia Bösch

Geboren 1987 in der Schweiz. Sie studierte Film an der Stockholms Dramatiska Högskola und ist Mitbegründerin des in Stockholm ansässigen feministischen Filmkollektivs Lillemor Film. Där barn jag lekt (2012) war für den Förderpreis der schwedischen Filmindustrie nominiert, Research Refugees: Meinungsaustausch (Co-Regie: Sophie Linnenbaum) gewann den Short-Tiger-Kurzfilmpreis und war 2016 Gast der Perspektive. Seit 2017 absolviert Bösch ein Masterstudium Spielfilmregie an der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf.

Filmografie

2012 Där barn jag lekt; Kurzfilm 2014 Troféer; Kurzfilm 2016 Blaue Stunde Sehnsucht; Kurzfilm · Research Refugees: Meinungsaustausch; Experimenteller Kurz-Dokumentarfilm 2018 ; Mittellanger Spielfilm

Stand Bio- & Filmografie: Berlinale 2018

Produktion

Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF
www.filmuniversitaet.de

Weltvertrieb

Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF
www.filmuniversitaet.de