Berlinale: Programm


Filmdatenblatt

Gast der Perspektive Deutsches Kino

Landrauschen

Country Noise

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Nach Jahren des wilden Lebens, Ende 20, zwei Hochschulabschlüsse in der Tasche, aber ohne Geld und eine erfüllende Aufgabe, befindet sich Toni in einer Sinnkrise. Eine Erbschaftsangelegenheit dient als willkommener Anlass, das kosmopolitische Leben hinter sich zu lassen und wieder in das Dorf zurückzukehren, dessen Enge sie damals entflohen ist. Doch der Neuanfang geht gründlich schief. Als Praktikantin im Heimatteil der Lokalzeitung fühlt sie sich weit unter Wert verkauft und zu Hause nehmen ihr die übergriffigen Eltern die Luft zum Atmen. Zum Glück trifft sie auf die lebenslustige Rosa. Mit ihr sieht die alte Heimat auf einmal anders aus. Bei wilden Mopedfahrten und auf nächtlichen Streifzügen fühlt sich Toni wieder lebendig. Doch je mehr sich Rosa zu der schönen Toni hingezogen fühlt, die sich nur um sich selbst zu drehen scheint, desto explosiver wird die Beziehung. Der Film umreißt die Identitätsfindung zweier Frauen in einem Dorf, das sich mit einer immer komplexer werdenden Welt konfrontiert sieht.

von
Lisa Miller

Deutschland 2018

Deutsch

102 Min · Farbe · 2K DCP

Mit

Kathi Wolf (Toni)
Nadine Sauter (Rosa)
Heidi Walcher (Ilse)
Karl Fischer (Franz)
Julian Löhle (Mair)
Corinna Kuttner (Conny)
Volkram Zschiesche (Chefredakteur Langmüller)
Rupert Markthaler (Chris Held)
Stephan Einfalt (Pater Robert)

Stab

Regie, Buch
Lisa Miller
Kamera
Hannes Kempert
Schnitt
Lisa Miller
Musik
Robert Guschel
Sound Design
Marco Schnebel
Ton
Sebastian Löffler
Production Design
Amelie Düffert
Kostüm
Kathrin Sälzle
Maske
Nina Rueß
Casting
Lisa Miller
Regieassistenz
Franziska Baur
Production Manager
Johannes Müller
Executive Producer
Johannes Müller
Produzent
Johannes Müller
Produzentin
Lisa Miller

Biografie

Lisa Miller

Lisa Miller ist in 1986 in Krumbach geboren. Seit ihrem Studium der Visuellen Kunst und Fotografie in Madrid und London arbeitet Lisa als freischaffende Filmregisseurin und Dozentin. Sie unterrichtete an der bayerischen Ferienakademie und ist Mitglied des Künstlerhauses Ulm. Lisa inszenierte zahlreiche Theater und Videoperformances u.a. „Mir san mir” im Espacio en Blanco in Madrid sowie der Galerie Kloster Roggenburg (2014) und „Collateral Murder #2” aufgeführt beim 100 Grad Festival in Berlin (2014). Ihr Kurzfilm „Marie” gewann 2009 beim CEV Madrid den Preis Bester Kurzfilm. Nachdem Ihr Film “Tschernobyl, Fukushima, Gundremmingen” bereits auf lokaler Ebene erfolgreich uraufgeführt wurde, nähert sich Lisa mit “Landrauschen” einmal mehr ihrer Heimat auf künstlerischer Ebene an, um als Einheimische mit internationaler Erfahrung ein sehr intimes Porträt Bayrisch-Schwabens zu zeichnen.

Filmografie

2009 Marie; Kurzfilm 2013 Tschernobyl, Fukushima, Gundremmingen; Mittellanger Mockumentary 2015 Que viva Europa; Dokumentarfilm 2018 Landrauschen

Stand Bio- & Filmografie: Berlinale 2018

Produktion

Miller&Müller Film GbR