Berlinale: Programm


Filmdatenblatt

Panorama

Malambo, el hombre bueno

Malambo, the Good Man

Würdevoll und stark sieht er aus, unangreifbar und voll erotischer Anziehungskraft: Der junge Malambo-Tänzer Gaspar ist eins mit seiner Leidenschaft, der Tanz ist sein Beruf. Doch Regisseur Santiago Loza lehrt uns bereits zu Anfang seines Films, dass der argentinische Wettbewerbstanz Malambo auch ein kompromissloser Kampf gegen die Zeit ist. Man verschreibt ihm sein Leben. Gewinnt man den großen Zweikampf, ist man danach dazu verdammt, als Trainer den Nachwuchs zu unterrichten oder zur Abendunterhaltung auf Kreuzfahrtschiffen zu tanzen. Ein Weiterleben im Wettbewerb gibt es nicht.
In kontrastreichen, magischen Schwarz-Weiß-Bildern entführt uns Loza in die Welt des argentinischen Gauchotanzes. Als Fiktion angekündigt, kommt sein Film wie eine Mischung aus Dokumentarfilm und Märchen, Biografie und Essay daher und stellt dabei die Schönheit des Kampfes der harten Alltagsrealität seines Tänzers gegenüber. Gaspars Hingabe fordert erste körperliche Opfer. Etwas anderes als Malambo scheint es nicht mehr zu geben. In raren Begegnungen mit dem Leben abseits des Tanzes trifft Gaspar Familienmitglieder, Kontrahenten oder seinen Mitbewohner in der Hitze seiner kleinen Wohnung.

von
Santiago Loza

Argentinien 2017

Spanisch

71 Min · Schwarz-Weiß

Weltpremiere

Mit

Gaspar Jofre (Gaspar)
Fernando Muñoz (Fernando)
Nubecita Vargas (Mitbewohner)
Pablo Lugones (Lugones)
Gabriela Pastor (Physiotherapeutin)
Carlos Defeo (Arzt)

Stab

Regie, Buch
Santiago Loza
Kamera
Ivan Fund, Eduardo Crespo
Schnitt
Lorena Moriconi
Musik
Zypce
Sound Design
Nahuel Palenque
Ton
Guido Deniro
Production Design
Adrian Suarez
Kostüm
Victoria Luchino
Regieassistenz
Anabella Bacigalupo
Production Manager
Mariano Sanchez Davalos, Lucia Chavarri
Ausführende Produzentinnen und Produzenten
Diego Dubcovsky, Lilia Scenna
Produzent
Diego Dubcovsky

Biografie

Santiago Loza

Geboren 1971 in Córdoba, Argentinien. Er studierte an der Universidad Nacional, der Escuela Nacional de Experimentación y Realización Cinematográfica (ENERC) und an der Escuela Municipal de Artes Dramáticas. Sein erster abendfüllender Spielfilm Extraño wurde auf dem internationalen Filmfest in Rotterdam mit dem Tiger Award ausgezeichnet. Seine Experimental-, Dokumentar- und Spielfilme liefen in Cannes, Locarno und Buenos Aires und wurden mehrfach preisgekrönt. 2013 war Loza mit La Paz Gast des Forum. Neben seiner Arbeit als Filmregisseur ist er auch als Drehbuchautor und Dramatiker tätig.

Filmografie

1999 Lara y los trenes; Kurzfilm 2002 Extraño (Strange) 2005 Cuatro mujeres descalzas (Four Barefoot Women) 2008 Ártico (Artic) · Rosa Patria 2009 La invención de la carne (The Invention Of Flesh) 2010 Los Labios (The Lips) 2013 La Paz; Forum 2014 Se Je Suis Perdu, C’est Pas Grave (Si Estoy Perdido No Es Grave) · El Asombro 2018 Malambo, el hombre bueno (Malambo, the Good Man)

Stand Bio- & Filmografie: Berlinale 2018

Produktion

Varsovia Films