Berlinale: Programm


Filmdatenblatt

Berlinale Shorts

Des jeunes filles disparaissent

Young Girls Vanish

Ein historischer Krimi postmodern aufgelöst: Zwischen 1652 und 1657 werden im französischen Essonne 58 Mädchen von einem Wolf verschlungen. Vier Jahrhunderte später verschwinden in derselben Gegend wieder junge Frauen. Der Regisseur Clément Pinteaux begibt sich auf Spurensuche. Kreuze auf der Landkarte indizieren die Angriffs- und Fundorte der Mädchen von damals. Landschaften im Nebel und Regen. Eine junge Frau erzählt von der Frau, die verschwunden ist – eine Frau, die ihr ähnlich ist und doch anders war und deren Arbeit sie heute fortführt. Pinteaux beobachtet die Mädchen in ihrem Umfeld, miteinander, bei der Arbeit. Wer wird die Nächste sein? Wird es eine Nächste geben? Angesiedelt zwischen Inszenierung und dokumentarischem Material begegnet der Film den Mädchen auf Augenhöhe - spürt Momente möglicher Bedrohung auf. Zum Ende erklingt von Henry Purcell der Trauermarsch, den er anlässlich des Todes von Maria II. von England komponierte: „He cometh up, and is cut down like a flower; he fleeth as it were a shadow, and ne'er continueth in one stay.“
Maike Mia Höhne

von
Clément Pinteaux

Frankreich 2017

Französisch

Dokumentarische Form
16 Min · Farbe

Mit

Marie Dorak (Marie)
Alexandra Tedeschi (Alexandra)
Eva Souquières (Eva)

Stab

Regie
Clément Pinteaux
Buch
Clément Pinteaux, Marie-Stéphane Imbert, Baptiste Pinteaux
Kamera
Adrien Mervil
Schnitt
Clément Pinteaux
Sound Design
Mikhael Kurc
Produzentin
Margaux Juvénal

Biografie

Clément Pinteaux

Geboren 1992 in Paris. Nach seinem Literaturwissenschafts- und Philosophiestudium und begann er 2013 Montage an der La Fémis in Paris zu studieren. In seinen Filmen mischen sich fiktionales, dokumentarisches und mythisches Erzählen. Des jeunes filles disparaissent ist seine Abschlussarbeit.

Filmografie

2017 Des jeunes filles disparaissent (Young Girls Vanish)

Stand Bio- & Filmografie: Berlinale 2018

Produktion

Weltvertrieb

La Fémis
www.lafemis.fr/