Mein Bruder heißt Robert und ist ein Idiot

My Brother's Name is Robert and He is an Idiot
Sommer. Inmitten wogender Kornfelder, neben einer Tankstelle auf dem Land. Robert hilft Elena bei der Vorbereitung auf die Abiturprüfung in Philosophie. Die beiden sind Zwillinge und leben in ihrer eigenen Welt. Manchmal sind sie zärtlich miteinander, manchmal schlagen sie aufeinander ein. Robert trinkt Bier, redet über Brentano, Heidegger. „Der Sinn des Seins ist die Zeit.“ Sie sind verbunden durch Rituale, Spiele, Wetten. Elena ist eifersüchtig auf ihre beste Freundin und will wissen, ob Robert mit ihr geschlafen habe. Er antwortet nicht. Sie provoziert ihn mit einer Wette: „Vor dem Abitur vögele ich mit einem. Irgendeinem.“ Wenn sie verliert, bekommt er den Golf. Wenn sie gewinnt, muss er sich etwas von ihr wünschen. Egal was, aber keine Gegenstände. Es bleiben 48 Stunden, um die Philosophie zu begreifen und eine Wette zu gewinnen. Aus Spiel wird Ernst und das Ende der Kindheit rückt näher und näher.
Philip Gröning beschreibt die Zeit des Umbruchs an der Schwelle zum Erwachsenwerden, und das subjektive Zeitempfinden der Zwillinge bestimmt den Rhythmus des Films. Der letzte gemeinsame Sommer könnte ewig weitergehen. Je mehr die beiden darum kämpfen, voneinander loszukommen, desto mehr verlieren sie sich in ihrer Symbiose.
von Philip Gröning
mit Josef Mattes, Julia Zange, Urs Jucker, Stefan Konarske, Zita Aretz, Karolina Porcari, Daniel Zillmann, Alicia Seyding, Moritz Leu, Patrizio Wiedermann, Tom Gramez, David Zimmerschied, Vitus Zeplichal
Deutschland / Frankreich / Schweiz 2018 Deutsch 174’ Farbe Weltpremiere

Mit

  • Josef Mattes (Robert)
  • Julia Zange (Elena)
  • Urs Jucker (Erich)
  • Stefan Konarske (Adolf)
  • Zita Aretz (Cecilia)
  • Karolina Porcari (Lehrerin)
  • Daniel Zillmann (Dicker Mann)
  • Alicia Seyding (Partykid)
  • Moritz Leu (Partykid)
  • Patrizio Wiedermann (Partykid)
  • Tom Gramez (Partykid)
  • David Zimmerschied (1. Kunde)
  • Vitus Zeplichal (2. Kunde)

Stab

Regie, Buch Philip Gröning
Co-Autorin Sabine Timoteo
Kamera Philip Gröning
Montage Philip Gröning, Hannes Bruun
Sound Design Michael Hinreiner, Michael Kranz, Fabian Schmidt
Ton Marc Parisotto
Production Design Alexander Manasse, Maja Zogg, Sebastian Wurm
Kostüm Pia Marais, Carla Kiefer, Petra Kray
Maske Janina Kuhlmann, Laurence Otteny
Regieassistenz Valerie Heine, Alisa Berger
Casting Uta Seibicke, Silke Koch, Philippe Elkoubi
Production Managers Wassili Zygouris, Tom Sternitzke, Holger Hage, Peter Schiller
Produzent*innen Philip Gröning, Dr. Matthias Esche, Philipp Kreuzer, Emmanuel Schlumberger
Ausführende Produzent*innen Philip Gröning, Gilbert Moehler, Pascal Metge
Koproduzent*innen Elda Guidinetti, Andres Pfäffli
Koproduktion Ventura Film Meride, Schweiz

Produktion

Philip Gröning Filmproduktion

Bavaria Pictures

L Films

Philip Gröning

Geboren 1959. Noch während des Studiums an der HFF München gründete er 1986 seine eigene Produktionsfirma. Er ist in allen seinen Filmen für Produktion, Regie und Drehbuch verantwortlich, bei den meisten Produktionen auch für Kamera und Schnitt. Sein Film Die Terroristen gewann 1992 den Leoparden in Bronze in Locarno. Die Dokumentation Die große Stille wurde u.a. mit dem Special Jury Prize in Sundance, dem European Film Award und dem Preis der deutschen Filmkritik ausgezeichnet. Die Frau des Polizisten gewann 2013 den Special Jury Prize der Filmfestspiele Venedig. Gröning lehrt seit 2001 an der Filmakademie Baden-Württemberg und war Mitglied mehrerer internationaler Festivaljurys. Seit 2017 ist er Professor für Regie an der Internationalen Filmschule Köln.

Filmografie

1983 Das letzte Bild; Dokumentarfilm · Der Trockenschwimmer; Kurzfilm 1986 Sommer 1988 Stachoviak!; Kurzfilm 1992 Die Terroristen 1993 Opfer. Zeugen; Dokumentarfilm 2000 L'Amour, L'Argent, L'Amour 2005 Die große Stille; Dokumentarfilm 2013 Die Frau des Polizisten 2018 Mein Bruder heißt Robert und ist ein Idiot (My Brother's Name is Robert and He is an Idiot)

Stand Bio- & Filmografie: Berlinale 2018