Berlinale: Programm


Filmdatenblatt

Retrospektive

Song. Die Liebe eines armen Menschenkindes

Show Life

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Nach einer Eifersuchtsaffäre ist der Messerwerfer John in einem fernöstlichen Hafen gestrandet. Als er das Chinesenmädchen Song aus der Gewalt zweier Wüstlinge befreit, findet er in ihr eine neue Partnerin für seine Darbietungen. Gemeinsam werden sie die Attraktion eines Vaudeville-Theaters. Dort taucht eines Tages Johns einstige Geliebte, die mondäne Tänzerin Gloria, auf. Um sie zurückzugewinnen, braucht John Geld. Darum beteiligt er sich an einem Überfall auf einen Postzug, bei dem er das Augenlicht verliert. Alles Gute, das ihm fortan widerfährt, schreibt er Gloria zu. Doch tatsächlich ist es Song, die sich für ihn aufopfert … Ein Melodram vor exotischem Hintergrund: Song gilt als die künstlerisch reifste Arbeit des in allen Genres versierten Vielfilmers Richard Eichberg. Besetzt mit dem grazilen Hollywood-Star Anna May Wong und dem Schwergewicht Heinrich George, entfaltet der Film ein augenbetörendes Spiel der Kontraste. Angesiedelt zwischen Kaschemme und Revuetheater, Oceanliner und Nachtexpress, erschloss die deutsch-britische Koproduktion dem Weimarer Kino das für den westlichen Auslandsmarkt attraktive Milieu europäischer Expats in einem kolonialen Ambiente.

von
Richard Eichberg

Deutschland / Großbritannien 1928

englische Zwischentitel

125 Min · Schwarz-Weiß · 35 mm

Mit

Anna May Wong
Heinrich George
Mary Kid
Hans Adalbert Schlettow
Paul Hörbiger
Julius E. Herrmann

Stab

Regie
Richard Eichberg
Buch
Adolf Lantz, Helen Gosewisch, nach der Novelle „Schmutziges Geld“ (1925) von Karl Vollmoeller
Kamera
Heinrich Gärtner, Bruno Mondi
Bau-Ausführung
Willi A. Herrmann

Produktion

Eichberg-Film GmbH

Kopie: British Film Institute, London