Berlinale: Programm


Filmdatenblatt

Retrospektive

Menschen im Busch

People in the Bush

Alltag und Arbeit in einem afrikanischen Dorf: Scheinbar unberührt von kolonialen Einflüssen, ist das Leben seiner Bewohner ganz auf Selbstversorgung ausgerichtet. Gefunden haben diesen Ort die Ethnologin Gulla Pfeffer und der Kameramann Friedrich Dalsheim beim Volk der Ewe im Inneren Togos, das bis 1914 deutsche Kolonie war. Arbeit auf den Feldern, Jagd und Essenszubereitung, Weben und Töpfern, Tanz und religiöse Riten bestimmen das Leben der Gemeinschaft, in der die modernste Errungenschaft ein Blechbüchsentelefon ist. Originalsprachige Aufnahmen, Alltagsgeräusche und Orchestermusik verdichten sich zu einer ethnografisch-dokumentarischen Studie, in der Trommeln, Gesänge sowie ekstatische Tänze schließlich in ein »Finale furioso« münden … »Menschen im Busch gilt als einer der poetischsten Filme seiner Zeit. Zum ersten Mal nehmen deutsche Filmemacher konsequent die Perspektive der Gefilmten ein. Ohne Off-Kommentar erzählen die togolesischen Ewe aus der einstigen deutschen Kolonie über ihren Alltag und das Leben im Dorf Chelekpe. Alle Sprachaufnahmen wurden in Berlin nachsynchronisiert, auch dies ein Novum in der Geschichte des Kolonial- und Expeditionsfilms.« (Gerlinde Waz)

von
Friedrich Dalsheim
Gulla Pfeffer

Deutschland 1930

Deutsch, Ewe

Dokumentarische Form
64 Min · Schwarz-Weiß · 35 mm

Stab

Regie, Buch
Friedrich Dalsheim, Gulla Pfeffer
Kamera
Friedrich Dalsheim
Schnitt
Hans Oser
Kommentar
Adolf Friedrich zu Mecklenburg
Musik
Wolfgang Zeller
Ton
Adolf Jansen
Produzent
Friedrich Dalsheim

Kopie: Deutsche Kinemathek, Berlin