Berlinale: Programm


Filmdatenblatt

Retrospektive

Die Leuchte Asiens

The Light of Asia / Prem sanyas

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Das Leben des Gautama Buddha, wie es ein alter buddhistischer Mönch englischen Touristen erzählt: Im 6. Jahrhundert vor Christus wird Gautama als Königssohn geboren. Aus Furcht vor der Prophezeiung, er werde allem Weltlichen entsagen, umgibt sein Vater ihn mit Reichtum und schönen Frauen. Doch nur der Königstochter Gopa schenkt Gautama seine Gunst. Im Wettstreit mit seinem Cousin Devadatta gewinnt er sie zur Frau, und fortan lebt das Paar zurückgezogen auf einer paradiesischen Insel. Als aber Gautama auf einer Ausfahrt mit Alter, Krankheit und Tod konfrontiert wird, sieht er sich vor die Entscheidung gestellt zwischen Reichtum und innerer Größe … Indien, an der Schwelle zur Moderne, versichert sich seiner spirituellen Wurzeln und zieht dabei einen Regisseur aus Deutschland hinzu: Der prachtvolle Monumentalfilm, eine Kombination aus orientalischem Märchen und religiösem Passionsspiel, steht am Anfang des Hindi-Kinos, aus dem später »Bollywood« werden sollte. Eingebettet in einen dokumentarischen Travelogue, tritt das Kino hier neben alte, magische Praktiken. Nicht mehr unter dem Bodhi-Baum, sondern aus dem Filmprojektor erhoffen sich die Menschen Erleuchtung.

von
Franz Osten

Deutschland / Indien 1925

englische Zwischentitel

98 Min · Schwarz-Weiß · 2K DCP

Digital restaurierte Fassung 2013

Mit

Himansu Rai
Seeta Devi
Sarada Ukil
Rani Bala
Prafulla Roy
Sunit Mitter
Jagit Mathur
Sundar Rayam
Profulla Chandra

Stab

Regie
Franz Osten
Buch
Robert Menasse, nach dem epischen Gedicht „The Light of Asia“ (1879) von Sir Edwin Arnold
Kamera
Wilhelm Kiermeier, Josef Wirsching
Kostüm
Charu Roy
Produzenten
Peter Ostermayer, Himansu Rai

Produktion

Münchner Lichtspielkunst AG (Emelka)

Great Eastern Film Corp.

Himansu Rai Film

DCP: Deutsches Filminstitut, Frankfurt am Main