Berlinale: Pressemitteilungen


Pressemitteilungen 2017

Kurzmeldungen

07.04.2017:
Die Berlinale trauert um den ägyptischen Filmkritiker Samir Farid

Samir Farid mit seiner Berlinale Kamera im Februar 2017

Die Internationalen Filmfestspiele Berlin trauern um den renommierten Filmkritiker und Autor Samir Farid, der nach langer Krankheit am 4. April verstorben ist.

Samir Farid galt als Experte zum Thema Film und wurde weltweit zu Rate gezogen. Als Filmkritiker hat er auch die Berlinale jahrzehntelang begleitet. Im Februar 2017 wurde er vom Festival mit der Berlinale Kamera ausgezeichnet, eine Ehrung für Filmpersönlichkeiten, denen sich die Internationalen Filmfestspiele Berlin besonders verbunden fühlen.

Samir Farids präzises Auge für das Medium Film schulte er während seines Studiums am Higher Institute of Dramatic Arts der Academy of Arts in Kairo. 1965 startete er seine Laufbahn als Kritiker bei der ägyptischen Tageszeitung Al-Gomhoreya, für die er insgesamt 38 Jahre arbeitete. In dieser Zeit war er mitverantwortlich für die Gründung des National Festival of Short and Documentary Films (1970), des National Festival of Feature Films (1971) sowie der Egyptian Film Critics Association (1972). Farid war seit Beginn der 70er Jahre Mitglied der Filmjournalisten-Vereinigung FIPRESCI. In seiner langen Karriere kam sein versiertes Wissen immer wieder als Jurymitglied bei renommierten internationalen Filmfestivals zum Einsatz. Als Filmkritiker war er in den 80ern einige Jahre Korrespondent für das Branchenmagazin Variety tätig. 2004 wechselte er zur Tageszeitung Al-Masry Al-Youm. Farid war zudem Autor und Übersetzer von mehr als 60 Büchern über das arabische und internationale Kino.

„Mit Samir Farid haben wir eine wichtige Stimme der arabischen Welt verloren. Sein Engagement und seine Leidenschaft für das Kino waren unvergleichlich, und ich verliere einen langjährigen Freund“, sagt Berlinale-Direktor Dieter Kosslick.


Presseabteilung
7. April 2017

Download Pressemitteilung, PDF (188 KB)