Berlinale: Programm


Filmdatenblatt

Forum Expanded

Spin

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Sich um die eigene Achse zu drehen ist nicht einfach, zuweilen kann es einen schwindlig machen. Das Drehen ist eine repetitive Bewegung, die nicht vom Fleck kommt. Sie ist nie linear und doch kann sie Dinge verändern oder über sie hinauswachsen und sie umwandeln. Sie produziert Energie und erschafft ein Innen und ein Außen, ist zugleich schnell und unbeweglich, findet auf der Makro- und auf der Mikroebene statt. Nichts stimmt überein.
Spin ist eine filmische Annäherung an das ,spinning‘ zwischen experimenteller Physik und Sufismus. Der Film befasst sich mit Konzepten von Wahrheit und deren Komplexität, mit Körper und Geist als Instrumente der Erfahrung und Wissensproduktion und dem Raum zwischen Spiritualität und Wissenschaft. Er schaut auf die Randbereiche dieser Themen und Begriffe, auf die Grenzen des Fassbaren und des menschlich Erfahrbaren.
In einer Salzwüste treffen sich fiktionale, unsichtbare Figuren. Sie suchen nach einem Ort für ihr Sein. Gedichte, Interviews mit Physikern, Philosophinnen, der Sufi Cheikha, einem Semazen (Derwisch) und fiktionale Dialoge verbinden sich mit audiovisuellen Erkundungen von Rotationsbewegungen und untersuchen Formen von Zweifel, Unterscheidung und Denken.

von
Ginan Seidl

Deutschland 2017

Türkisch, Deutsch, Englisch

80 Min · Farbe

Mit

Susanne Sachsse (Sprecherin)
Norman Sieroka
Ş. Barihüda Tanrikorur
Cheihka H. Nur Artiran
Zafer Gürel
Veli Aksoy
Helena Eckert
Karen Barad

Stab

Regie, Buch
Ginan Seidl
Kamera
Ray Peter Maletzki
Schnitt
Ginan Seidl
Sound Design
Ginan Seidl
Ton
Ginan Seidl
Produzentinnen
Ray Peter Maletzki, Stephan Helmut Beier, Ginan Seidl

Biografie

Ginan Seidl

Ginan Seidl, geboren 1984 in Berlin, lebt und arbeitet in Halle (Saale) und Berlin. Nachdem sie ihr Kunststudium in Halle (Saale), Berlin und Mexico City abschloss, nahm sie 2012 und 2016 an der Professional Media Master Class und dem Master Class Lab von Werkleitz e.V. teil. Sie erhielt verschiedene Kunstpreise und war Residenzstipendiatin in Istanbul und Mexiko. Ihre Arbeiten wurden auf internationalen Filmfestivals und in diversen Ausstellungen und Kunstfestivals gezeigt. Sie ist Teil des Filmkunstkollektivs Rosenpictures.

Filmografie

2011 Inverse Geometrie; 10 Min. 2012 Rotation; 8 Min., Forum Expaned 2013 2013 Ferferak; 5 Min. · Subconscious Areas; Videoinstallation 2015 Remote City; 20 Min. · Boy; 30 Min. · Istambul; 20 Min. 2017 Spin

Stand Bio- & Filmografie: Berlinale 2017

Produktion

Rosenpicture Filmproduktion GbR

Ginan Seidl