Berlinale: Programm


Filmdatenblatt

Panorama

Die Jungfrauenmaschine

Virgin Machine

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Dorothee Müller, eine junge Hamburger Journalistin, ist ihres aufdringlichen Liebhabers Heinz überdrüssig. Arglos und in aller Unschuld macht sie sich an eine Untersuchung über romantische Liebe – ist sie nur eine „Krankheit der Frauen“? Schauplätze ihrer Recherche sind unter anderem die Praxis eines genusssüchtigen Hormonforschers und das Affenhaus im Zoo. Weil sie keine befriedigenden Antworten auf ihre Fragen findet, entschließt sich Dorothee, die Alte Welt zu verlassen. Sie reist nach Kalifornien und setzt hier ihre Untersuchung mit Interviews und durch Selbstbeobachtung fort. Im lebenslustigen San Francisco trifft sie drei bemerkenswerte Frauen: Dominique, eine verschmitzte Ungarin, die sich über die deutsche Arbeitsmoral mokiert und ihr als hilfreiche Freundin zur Seite steht, Susie Sexpert, die Spezialistin für sexuelle Genüsse, mit ihrer erstaunlichen Dildosammlung, und schließlich die attraktive Ramona, die in einem Lesbenlokal einen heißen Strip als Dragking hinlegt. Am Ende der Reise hat Dorothee ihre eigene Sexualität neu entdeckt und einige Illusionen hinter sich gelassen.

von
Monika Treut

Deutschland 1988

Deutsch

84’ · Schwarz-Weiß

Mit

Ina Blum (Dorothee Müller)
Marecelo Uriona (Bruno)
Gad Klein (Heinz)
Mona Mur (Sängerin)
Peter Kern (Hormonspezialist)
Hans-C. Blumenberg (Anrufer)
Erica Marcus (Landlady)
Carla Wood Saivre (Frau im Hotelzimmer)
Fakir Musafar (Mann im Hotelzimmer)
Shelly Mars (Ramona)
Dominique Gaspar (Dominique)
Flora Gaspar (Flora)
Susie Bright (Susie Sexpert)
Fanny Fatal (Stripperin)
Pearl Harbour (Besucherin)

Stab

Regie
Monika Treut
Kamera
Elfi Mikesch
Montage
Renate Merck
Ton
Alf Olbrisch
Mischung
Richard Borowski
Regieassistenz
Thomas Tielsch, Greta Schiller
Produktionsleitung
Anita Horz
Produzentin
Monika Treut
Redaktion
Eberhard Scharfenberg
Co-Produktion
NDR, Hamburg

Biografie

Monika Treut

Geboren 1954 in Mönchengladbach. Studium der Literaturwissenschaft in Marburg, 1982 Promotion. Ab 1976 Arbeit mit Video. 1984 Gründung der Firma Hyena Films mit Elfi Mikesch. Sie drehte zahlreiche preisgekrönte Filme zu den Themen Feminismus, Gender, Sexualität und Menschenrechte in den USA, Brasilien und Taiwan. Nach der Komödie My Father is Coming (1991) folgte eine Reihe von Dokumentarfilmen. Das Kulinarische Kino zeigte 2012 den Dokumentarfilm Das Rohe und das Gekochte, mit Zona Norte war sie 2016 im Panorama vertreten. 2017 wurde sie mit dem Teddy Award für ihr Lebenswerk ausgezeichnet.

Filmografie (Auswahl)

1985 Verführung: Die grausame Frau (Seduction: The Cruel Woman); Co-Regie: Elfi Mikesch; Forum 1988 Die Jungfrauenmaschine (Virgin Machine); Forum 1989 Annie; Kurz-Dokumentarfilm; Panorama 1991 My Father is Coming; Panorama 1992 Max; Kurz-Dokumentarfilm; Panorama · Female Misbehavior; Dokumentarfilm · Dr. Paglia; Kurz-Dokumentarfilm; Panorama 1998 Didn't Do It for Love; Dokumentarfilm; Panorama 1999 Gendernauts – A Journey Through Shifting Identities; Dokumentarfilm; Panorama 2001 Kriegerin des Lichts (Warrior of Light); Dokumentarfilm; Panorama 2005 Den Tigerfrauen wachsen Flügel (Tigerwomen Grow Wings); Dokumentarfilm; Panorama 2009 Ghosted; Panorama 2012 Das Rohe und das Gekochte (The Raw and the Cooked); Dokumentarfilm, Kulinarisches Kino 2014 Von Mädchen und Pferden (Of Girls and Horses) 2016 Zona Norte; Dokumentarfilm; Panorama

Stand Bio- & Filmografie: Berlinale 2019

Produktion

Hyena Films

Der Förderverein TEDDY e.V. ehrt die Filmemacherin Monika Treut mit dem Special TEDDY Award 2017 für ihr Lebenswerk.
Aus diesem Anlass zeigt Panorama ihren Film DIE JUNGFRAUENMASCHINE.
Unterstützt durch das Filmbüro Hamburg und das Filmbüro NRW.