Berlinale: Programm


Filmdatenblatt

Berlinale Classics

Schwarzer Kies

Black Gravel

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1960. Eine US-Militärflugbasis im Hunsrück verführt zu Schwarzhandel und Prostitution. Auch Robert Neidhardt, der die Amerikaner mit Kies für den Bau einer Startbahn beliefert, benutzt seinen Lastwagen für illegale Geschäfte. Auf einer Tour überfährt er versehentlich einen amerikanischen Soldaten und dessen Freundin … Der betont (neo-)realistisch inszenierte Thriller zeichnete ein kritisches Zeitbild der bundesdeutschen Nachkriegsgesellschaft. Helmut Käutners Absicht, »die Gefahr neo-nazistischer und antisemitischer Strömungen« aufzuzeigen, stieß auf eine durch den Eichmann-Prozess sensibilisierte Öffentlichkeit. Der Vorsitzende des Zentralrats der Juden in Deutschland erstattete Anzeige wegen Beleidigung des jüdischen Volkes. Szenen mit jüdischem Bezug wurden daraufhin von Käutner ebenso entfernt wie der »ursprüngliche Schluss, bei dem Neidhardt sich neben die Leiche seiner toten Ex-Geliebten Inge Gaines legt und vom Kies begraben lässt. In der bearbeiteten Fassung bleibt Inge am Leben und bei ihrem Mann, während Robert panikartig nach Luxemburg flüchtet« (Jeanpaul Goergen, 2011). – Welterstaufführung der digitalen Fassung im Vorführformat 2K DCP.

von
Helmut Käutner

Bundesrepublik Deutschland 1961

Deutsch

117 Min · Schwarz-Weiß · 2K DCP

Digitale Fassung 2016

Altersfreigabe FSK 18

Mit

Helmut Wildt
Ingmar Zeisberg
Hans Cossy
Wolfgang Büttner
Anita Höfer
Heinrich Trimbur
Edeltraut Elsner
Peter Nestler
Ernst Jacobi

Stab

Regie
Helmut Käutner
Buch
Helmut Käutner, Walter Ulbrich
Kamera
Heinz Pehlke
Schnitt
Klaus Dudenhöfer
Musik
Bernhard Eichhorn
Ton
Heinz Garbowski
Bau-Ausführung
Gabriel Pellon
Garderobe
Walter Schreckling, Elisabeth Daum
Maske
Friedrich Havenstein, Sabine Brodt
Produzent
Walter Ulbrich

Produktion

Universum Film AG (Ufa)

DCP: Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung, Wiesbaden