Berlinale: Programm


Filmdatenblatt

Retrospektive

Hyakunen-go no aruhi

A Day After a Hundred Years

Ein Tag in 100 Jahren

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1942, kurz nach Beginn eines neuen Weltkriegs, ist der Filmemacher als Soldat durch eine Fliegerbombe ums Leben gekommen. Im Jahr 2032 holt ein Nachkomme seinen Geist auf die Erde zurück. Tokio hat sich als namenlose »Hauptstadt« in eine Megacity verwandelt. Vom technischen Fortschritt, den man ihm stolz vor Augen führt, stark beeindruckt, willigt der Zeitreisende ein, sich an einem Ausflug zum Mars zu beteiligen. Doch unterwegs spielen auf einmal die Instrumente verrückt. Weil der Geist eines Verstorbenen an Bord ist, wählt sich die Rakete ihr eigenes Ziel … Shigeji Ogino (1899–1991) war der führende Amateurfilmer Japans. Zwischen 1929 und 1976 hat er über 400 Filme realisiert. In Hyakunen-go no aruhi, einer Montage aus Animations- und Realaufnahmen, ist er in einer kurzen Szene sogar leibhaftig mit seiner Pathé-Schmalfilmkamera zu sehen. Heute verblüfft, mit welch zeitlicher Präzision er den Ausbruch des Zweiten Weltkriegs im pazifischen Raum prognostiziert hat. Zu den weiteren Vorhersagen des Films gehören eine Magnetschwebebahn, die Vollautomatisierung der industriellen Fertigung durch den Einsatz von Robotern und atomgetriebene Weltraumraketen.

von
Shigeji Ogino

Japan 1933

japanische Zwischentitel

11 Min · Schwarz-Weiß · 35 mm

Stab

Regie, Buch
Shigeji Ogino
Kamera
Shigeji Ogino
Animation
Shigeji Ogino
Produzent
Shigeji Ogino

Kopie: National Film Center, The National Museum of Modern Art, Tokio