Berlinale: Programm


Filmdatenblatt

Retrospektive

O-bi, o-ba: Koniec cywilizacji

O-Bi, O-Ba: The End of Civilization

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Nach der atomaren Zerstörung der Erde haben sich rund 2000 Menschen in den »Dom« retten können, einen riesigen, in den Bergen gelegenen Kuppelbau. 850 von ihnen sind noch am Leben. Sie eint die Hoffnung auf die »Arche«, ein Raumschiff, das irgendwann kommen und sie abholen soll. Der Staatsdiener Soft aber weiß, dass diese Hoffnung trügt, weil die Arche bloß eine Erfindung der Machthaber ist. Zugleich droht der Dom zu zerfallen. Softs Versuch, einen Ingenieur zur Reparatur zu bewegen, schlägt fehl. Da erfährt er von einem Hangar, in dem ein Flugzeug stehen soll. Gemeinsam mit seiner Geliebten, der Prostituierten Gea, plant Soft die Flucht aus dem Dom … Ein Endzeitdrama, das eindringliche Bilder für eine postnukleare Gesellschaft findet: Fast ununterbrochen in das kalte Blau der Neonröhren gehüllt, schleppen sich zerlumpte Gestalten durch ein unterirdisches Labyrinth, dessen klaustrophobischen Druck die Handkamera fühlbar macht. Christliche Erlösungsmythen, auf die der Film verweist, haben hier jeden Sinn verloren. Statt seelisches Leid zu lindern, wird die biblische Botschaft als Altpapier der Nahrung beigegeben, kann aber selbst körperliches Elend kaum abmildern.

von
Piotr Szulkin

Polen 1985

Polnisch

89 Min · Farbe · 35 mm

Mit

Jerzy Stuhr
Krystyna Janda
Mariusz Dmochowski
Kalina Jędrusik
Marek Walczewski
Jan Nowicki
Henryk Bista

Stab

Regie, Buch
Piotr Szulkin
Kamera
Witold Sobociński
Schnitt
Elżbieta Kurkowska
Musik
Jerzy Satanowski
Ton
Nikodem Wołk-Łaniewski
Ausstattung
Andrzej Kowalczyk
Kostüm
Ewa Krauze, Małgorzata Komorowska
Maske
Helena Matejska
Produzent
Zygmunt Król

Produktion

Studio Filmowe Perspektywa

Kopie: Filmoteka Narodowa, Warschau