Berlinale: Programm


Filmdatenblatt

Retrospektive

Strange Days

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Zwei Tage vor Beginn des Jahrs 2000. In Los Angeles ähneln die Straßen einem Kriegsgebiet. Hier handelt der Ex-Polizist Lenny Nero mit illegalen, zumeist pornografischen Clips, die unmittelbar Erlebtes speichern und beim Abspiel simulieren können. Lenny selbst frischt auf diese Weise intime Momente mit seiner Ex-Geliebten Faith auf. Die Rocksängerin ist inzwischen mit einem Musikproduzenten liiert. Als dessen umstrittenster Künstler, ein provokanter schwarzer Rapper, erschossen aufgefunden wird, gerät Lenny in den Besitz eines Clips, der die brutale Ermordung einer befreundeten Prostituierten zeigt. Wie sich herausstellt, hängen die Verbrechen miteinander zusammen … Virtuelle Realität und aktuelles Zeitgeschehen verbanden sich hier auf der Kinoleinwand. Zukunftsprognosen zur technischen Entwicklung des Mediums Film trug der virtuos inszenierte, mit modernster Cyberpunk-Ästhetik durchsetzte »Tech-Noir-Thriller« ebenso Rechnung wie der sozialen Wirklichkeit in den USA. Das Schicksal des Rappers Jeriko One besitzt deutliche Parallelen zu den Misshandlungen des Afroamerikaners Rodney King durch kalifornische Polizisten, wie sie 1991 von einem Amateurfilmer dokumentiert worden waren.

von
Kathryn Bigelow

USA 1995

Englisch

145 Min · Farbe · 35 mm

Altersfreigabe FSK 16

Mit

Ralph Fiennes
Angela Bassett
Juliette Lewis
Tom Sizemore
Michael Wincott
Vincent D’Onofrio

Stab

Regie
Kathryn Bigelow
Buch
James Cameron, Jay Cocks, nach einer Idee von James Cameron
Kamera
Matthew F. Leonetti
Schnitt
Howard Smith
Musik
Graeme Revell
Ton
Gary Rydstrom
Production Design
Lilly Kilvert
Spezialeffekte
James S. Trois
Kostüm
Ellen Mirojnick
Maske
Michael Germain
Produzenten
James Cameron, Steven-Charles Jaffe

Produktion

Lightstorm Entertainment
für/for Twentieth Century Fox-Film Corp., USA

Kopie: Twentieth Century Fox Film Corporation, Los Angeles