Berlinale: Programm


Filmdatenblatt

Retrospektive

1984

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19 Jahre nach dem Atomkrieg ist London Hauptstadt des diktatorisch regierten Reichs Ozeanien. Hier arbeitet Winston Smith im »Ministerium für Wahrheit«, innerlich aber opponiert er gegen das Regime des »Großen Bruders«. In der Kollegin Julia findet er eine Gleichgesinnte. Trotz Verbots beginnen die zwei eine Liebesbeziehung. Als sie in Winstons Vorgesetztem General O’Connor einen Mann des Widerstands zu erkennen meinen, offenbaren sie sich dem Regierungsbeamten … Bewusst entwirft die erste Kino-Verfilmung des berühmtesten aller dystopischen Romane ein alltägliches Bild des allumfassenden Schreckens: »Dies ist eine Geschichte der Zukunft. Nicht einer Zukunft der Raumschiffe und Besucher von anderen Planeten, sondern der unmittelbaren Zukunft«, heißt es am Anfang des Films. In den schäbigen Altbauten zwischen Trümmerbrachen signalisiert nur das allgegenwärtige »Kamera-Auge« einen technologischen Vorgriff. Im öffentlichen Raum tun dies die Riesenbildschirme. Die Aufmärsche fanatischer Massen, die Hausdurchsuchungen durch die »Gedankenpolizei« und ein Schauprozess hingegen sind deutlicher Ausdruck von George Orwells Verarbeitung faschistischer und stalinistischer Herrschaftsmethoden der Vergangenheit.

von
Michael Anderson

Großbritannien / USA 1956

Englisch

90 Min · Schwarz-Weiß · 35 mm

Altersfreigabe FSK 12

Mit

Edmond O’Brien
Michael Redgrave
Jan Sterling
David Kossoff
Mervyn Johns
Donald Pleasence
Carol Wolveridge

Stab

Regie
Michael Anderson
Buch
William P. Templeton, Ralph Bettinson, nach dem Roman „1984“ von George Orwell
Kamera
C. Pennington Richards
Montage
Bill Lewthwaite
Musik
Malcolm Arnold
Ton
Harold King
Spezialeffekte
Bryan Langley, George Blackwell, Norman Warwick
Art Director
Terence Verity
Kostüm
Barbara Gray
Maske
L. V. Clark
Produzent
N. Peter Rathvon

Produktion

Holiday Films, Inc.

Kopie: Sony Pictures Entertainment, Culver City, CA