Berlinale: Programm


Filmdatenblatt

Retrospektive

Himmelskibet

A Trip to Mars

Das Himmelsschiff

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Avanti Planetaros, bislang Seekapitän, startet in einem Raumschiff, das sein Vater, ein Astronom, konstruiert hat, zum Mars. Die Reise verläuft nicht störungsfrei: Der amerikanische »Astronaut« David Dane greift zum Alkohol, dann droht eine Meuterei. Auf dem Mars begegnet der Besatzung der »Excelsior« eine Hochkultur aus Pazifisten und Vegetariern; sogar einen übereilten Schusswaffengebrauch verzeihen die Marsianer den Erdenbürgern. In Marya, der Tochter des regierenden Weisheitsfürsten, findet Avanti Planetaros seinen »Lebensmenschen«. Auf der Heimreise begleitet sie ihn, um die Menschheit zur Vernunft zu bekehren … Während des Ersten Weltkriegs eine Friedensbotschaft: Vermutlich von einem utopischen Roman Albert Daibers (»Die Weltensegler«, 1910) inspiriert, entwirft Himmelskibet das Andere als Ideal einer aufgeklärten, geistig und moralisch überlegenen Gesellschaft. Moderne technische Errungenschaften der Kinematografie und der Fliegerei treffen hierbei auf hellenistische Gewänder und florale Jugendstilformen. Auch deshalb gehört der frühe »Blockbuster«, der in der Kulturhistoriografie Aby Warburgs (1866–1929) eine bedeutende Rolle spielt, eindeutig zu den Blütenträumen des Genres.

von
Holger-Madsen

Dänemark 1918

dänische Zwischentitel, englische Zwischentitel

81 Min · Schwarz-Weiß · 35 mm

Digital restaurierte Fassung 2006

Mit

Nicolai Neiiendam
Gunnar Tolnæs
Zanny Petersen
Alf Blütecher
Svend Kornbeck
Philip Bech
Lilly Jacobsson
Frederik Jacobsen

Stab

Regie
Holger-Madsen
Buch
Sophus Michaëlis, Ole Olsen
Kamera
Louis Larsen, Frederik Fuglsang
Ausstattung
Carlo Jacobsen, Axel Bruun
Produzent
Ole Olsen

Produktion

Nordisk Films Kompagni
Dänemark

Kopie: Danish Film Institute, Kopenhagen