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The End

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Einsam sitzt Gérard Depardieu an seinem Esstisch, spricht mit dem Hund. Gemeinsam gehen sie auf die Jagd. Doch der heimische Wald, in dem der Hund verschwindet und der Jäger sich alsbald verläuft, verwandelt sich in einen mysteriösen Ort voller seltsamer Kreaturen.
Unser Augenmerk gilt erst einmal der massigen Physis Depardieus, die allmählich Teil dieser seltsamen Erzählung wird. Er lässt uns an seinen Strapazen teilhaben, wenn er schwerfällig versucht, zwischen Bäumen und Farn einen Ausweg zu finden. Er wirkt wie ein verlorener Berg, wenn er nachts vor einem Lagerfeuer liegt. Seine Waffe, sein Handy verschwinden, und ohne die Insignien der Zivilisation kommt immer mehr sein kreatürliches Antlitz zum Vorschein. Zugleich stößt der mächtige Schauspieler weitere Assoziationen an. Sein grünes Jäger-Outfit erinnert an die Tarnanzüge von Soldaten. Und was haben die großen Wüstenskorpione in einem französischen Wald verloren? Schreie in der Ferne verweisen auf Gräueltaten. Plötzlich steht eine nackte Frau vor ihm. Ihre Tränen stillen seinen Durst. Da hat The End längst einen märchenhaften Tonfall bekommen. Man ahnt, dass der dunkle Wald noch weitere Geschichten in sich birgt.

Frankreich 2016, 85 Min

von

Guillaume Nicloux

mit

Gérard Depardieu
Swann Arlaud
Audrey Bonnet
Didier Abot

Weltvertrieb

Gaumont