Berlinale: Programm


Filmdatenblatt

Retrospektive

Deutschland 4:3 – Das Fernsehjahr 1966

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Seit die Geräteindustrie Anfang der sechziger Jahre das »In die Röhre«-Schauen erschwinglicher gemacht hatte, kamen die TV-Zuschauer aus allen Gesellschaftsschichten. Das Fernsehen sendete regelmäßig und abendfüllend. Und es entwickelte eine eigene, vielfältige Formensprache. Mit seinen verlässlich wiederkehrenden Reihen und Serien veränderte es maßgeblich das Freizeitverhalten der Deutschen. Ein »Niedersitz der Massen« sei das Fernsehen, schrieb Egon Netenjakob 1966. »Wir waren beim Fernsehen, nicht beim Film«, erinnert sich der Kameramann Michael Ballhaus an seine Zeit beim Südwestfunk, »hier wurde künstlerische Freiheit nicht nur geduldet – sie war geradezu erwünscht und gefordert.« Über die Möglichkeiten und Grenzen des westdeutschen Fernsehens der sechziger Jahre sprechen die Produzentin Regina Ziegler, der Dokumentarfilmer Hans-Dieter Grabe, der Produzent Günter Rohrbach und der TV-Essayist Georg Stefan Troller. Moderation: Klaudia Wick.
In deutscher Sprache ǀ Eintritt frei

2016