Berlinale: Programm


Filmdatenblatt

Berlinale Special

Dead Man Walking

Dead Man Walking – Sein letzter Gang

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Schwester Helen Prejean gehört einem katholischen Orden an, der sich dem Dienst an Benachteiligten verpflichtet fühlt. Als sich der wegen Mord und Vergewaltigung zum Tode verurteilte Matthew Poncelet an sie wendet, trifft sie auf einen zutiefst sexistischen und rassistischen Mann. Poncelet beteuert seine Unschuld und bittet Schwester Helen um Hilfe. Sie überredet einen Anwalt, ohne Honorar ein Gnadengesuch zu stellen. Von den Angehörigen der Opfer schlägt ihr deshalb eine Welle der Feindseligkeit entgegen. Trotzdem sucht sie den Verurteilten weiterhin auf, auch als dessen Gnadengesuch abgelehnt wird. Sie begleitet ihn auf seinem langen, schmerzhaften Weg zur Anerkennung der Wahrheit über sich selbst.
Tim Robbins' zweite Regiearbeit beruht auf Fakten; er schrieb das Drehbuch nach der Buchvorlage „Sister Helen Prejean“. Bis heute hat einer der kompromisslosesten Filme zum Thema Todesstrafe nichts von seiner Aktualität verloren. Das kammerspielartige Drama lief 1996 auf der Berlinale, Sean Penn gewann für seine Darstellung den Silbernen Bären. Zum 20-jährigen Filmjubiläum wird Tim Robbins, 2013 Mitglied der Internationalen Jury der Berlinale, eine Berlinale Kamera verliehen.

USA 1995, 122 Min

von

Tim Robbins

mit

Susan Sarandon
Sean Penn
Robert Prosky
Raymond J. Barry