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Aru michi

A Road

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In der Kindheit hat man Träume. Auch Daichi. Einer davon ist wahr geworden: Heute studiert er Film. Doch wo ist eigentlich das Glück von damals geblieben? Die begeisternden Augenblicke, in denen er als kleiner Junge ganz unbekümmert mit Freunden Eidechsen fing? Eine Dokumentarfilmübung an der Filmhochschule setzt den Anfangspunkt für seine Suche nach dem Ende der Kindheit: Filmbilder mit seiner Kamera einzufangen, heißt für Daichi nun zugleich, Eidechsen zu fangen.
Kann man Vergangenheit zurückholen? Regisseur Daichi Sugimoto inszeniert sich in Aru michi als gleichnamigen Filmstudenten auf den Spuren seiner Kindheit. Unaufgeregt und raffiniert lässt er Realität und Fiktion ebenso verschwimmen wie die Grenzen von Vergangenheit und Gegenwart. Die Erkenntnis ist schmerzhaft und schön: Eine Eidechse kann man einfangen und einsperren, nicht jedoch die Vergangenheit. Diese ist flüchtig – im Gegensatz zur Erinnerung an sie. In Alltagssituationen mit seiner Mutter und Freunden entwirft Sugimoto ein authentisches Porträt einer Generation auf dem Weg ins Erwachsenenleben. Aru michi ist ein feinsinniger Film über den Abschied von der Kindheit und das gleichzeitige Erhalten des Kindseins.

Japan 2015, 85 Min

von

Daichi Sugimoto

mit

Daichi Sugimoto
Yuta Katsukura
Rika Sugimoto
Masato Ikariishi