Berlinale: Programm


Filmdatenblatt

Retrospektive

The Shepherd of the Hills

Verfluchtes Land

Auf dem Ozark-Plateau leben die Menschen von der Schafzucht und der Schwarzbrennerei. Als hier ein Fremder auftaucht, wird er vom Matthews-Clan mit Argwohn empfangen. Besonders der junge Matt steht ihm ablehnend gegenüber, erst recht, als der Fremde „Moaning Meadows“ erwirbt, das Gehöft, auf dem Matts Mutter starb, nachdem ihr Mann sie schmählich verlassen hatte. Matt hat geschworen, sie dereinst zu rächen. Durch Wohltaten erwirbt der Fremde das Vertrauen der Dörfler, so ermöglicht er Matts blinder Tante eine Augenoperation. Als sie in ihm Matts Vater erkennt, löst dies eine Familientragödie aus … Das auch farblich erdverbundene Melodram zeichnet realistisch das Leben einfacher „Hillbillies“ in der Hochlandregion des Mittleren Westens nach. Abgesehen von einem Regenbogen oder dem Morgenrot sind hier – zwischen dürrem Grün, grauem Gestein und den braunen Wänden der Holzhütten – bereits ein Kissen, eine Stickerei oder eine Blue Jeans ins Auge stechende Farbsensationen. Doch gerade die Reduktion auf natürliche Farben macht The Shepherd of the Hills zu einem so glaubwürdigen „Zeugnis der Farbe von Gottes gutem Staub“, wie es die bibelfeste „Seherin“ im Film treffend ausdrückt.

USA 1941, 97 Min

von

Henry Hathaway

mit

John Wayne
Betty Field
Harry Carey