Berlinale: Programm


Filmdatenblatt

Retrospektive

The Thief of Bagdad. An Arabian Fantasy in Technicolor

Der Dieb von Bagdad. Ein Märchen aus Tausendundeiner Nacht

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Der Großwesir Jaffar hat den jungen Kalifen Ahmad ins Verlies werfen lassen und die Macht an sich gerissen. Doch mit Hilfe des kleinen Diebes Abu gelingt Ahmad die Flucht. Als er sich in Basra in die Tochter des Sultans verliebt, tritt ihm als Konkurrent Jaffar mit magischen Kräften entgegen: Er blendet Ahmad und verwandelt Abu in einen Hund … „Wir fabrizieren keine kolorierten Bildpostkarten für Technicolor“, schwor sich Michael Powell, als er mit Natalie Kalmus das Filmset abschritt. Und obwohl The Thief of Bagdad über mehr als 1001 Farben verfügt, ist jede Szene bewusst nuanciert. Erdiges Rot dominiert die Volksszenen, Blau und Grün einen Paradiesgarten. Gold- und Silberglanz prägt die Säle des Sultans, Orange-Rot das Zelt der Beduinen. Das Böse in Gestalt des Tyrannen hingegen tritt vorwiegend farblos auf, schwarz oder weiß gekleidet. So entwickelte die „arabische Phantasie“ utopische Qualitäten, mit „ihrem Glanz, ihrer Farbe, ihrem Optimismus, ihrer Freude, zu einer Zeit, als die ganze Welt vor Angst erzitterte“ (Michael Powell, 1986). Bis heute kann The Thief of Bagdad jedes „allsehende Auge“ entzücken als ein Film, wie Ahmad sagen würde, „von der anderen Seite der Zeit“.

Großbritannien / USA 1940, 106 Min

von

Ludwig Berger, Michael Powell, Tim Whelan

mit

Conrad Veidt
Sabu
June Duprez