Berlinale: Programm


Filmdatenblatt

Retrospektive

The Garden of Allah

Der Garten Allahs

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Die ehemalige Klosterschülerin Domini Enfilden sucht nach dem Tod ihres Vaters innere Einkehr in einem Hotel am Rande der Sahara. Dort schließt sie Bekanntschaft mit Boris Androvsky, Sohn eines Russen und einer Französin. Gemeinsam unternehmen sie Ausflüge in die Wüste, verlieben sich ineinander und lassen sich sogar trauen. Das Glück hat ein jähes Ende, als Boris sein Geheimnis offenbart: Auch er war im Kloster, bis ihn Glaubenszweifel überkamen und er sein Gelübde brach … Maßgeblich von dem Technicolor-Investor John Hay Whitney mitfinanziert, verfügt das von katholischer Seite stark angefeindete Melodram als eine der ersten Drei-Farben-Produktionen über dramaturgisch bedeutsame Außenaufnahmen, die unter immensem Aufwand in der Mojave-Wüste entstanden. Eine subtile Farbgebung und bewusst weiche Zeichnung verwandeln sie auf der Leinwand in eine Seelenlandschaft, die die wechselnden Gemütszustände der Protagonisten perfekt reflektiert, wobei sich Farbpalette und Lichtsetzung an den flämischen und niederländischen Malern des 16. und 17. Jahrhunderts orientieren. Harold Rosson und W. Howard Greene erhielten hierfür den allerersten (Ehren-)Oscar für die beste Farbkamera.

USA 1936, 79 Min

von

Richard Boleslawski

mit

Marlene Dietrich
Charles Boyer
Basil Rathbone