Berlinale: Programm


Filmdatenblatt

Generation

Corbo

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Sie treffen sich heimlich im Wald und basteln Bomben. In rauchigen Hinterzimmern diskutieren sie revolutionäre Texte und planen Anschläge. Sie kämpfen für die Rechte der Arbeiter und für die Unabhängigkeit der kanadischen Provinz Québec. Corbo erzählt eine wahre Geschichte aus den Sechzigerjahren, als sich die französisch sprechende Mehrheit von der englischsprachigen Minderheit diskriminiert fühlte. Verschiedene Gruppen kämpften in diesem Konflikt, manche militant und ohne Rücksicht auf Verluste.
Der 16-jährige Schüler Jean Corbo, dessen Weg Mathieu Denis in seinem zweiten Spielfilm schildert, gehört zu einer radikalen Gruppe. Scheinbar fehlt es Jean an nichts. Sein Vater – ein Sohn armer italienischer Einwanderer – hat in der neuen Heimat Karriere gemacht. Aber Jean ist nicht zufrieden. In der Schule eckt er an. Ungerechtigkeit kann er nicht ertragen. Über die junge Julie gerät er in revolutionäre Kreise. Anfangs verteilt Jean nur Flugblätter, doch bald hantiert er mit Waffen und Dynamit. Vater und Bruder erreichen ihn in Gesprächen nicht mehr. Selbst als die ersten Toten zu beklagen sind und Julie sich von der Gruppe löst, macht Jean weiter, bis zum unausweichlichen Ende.

Kanada 2014, 119 Min

von

Mathieu Denis

mit

Anthony Therrien
Antoine L'Écuyer
Karelle Tremblay
Tony Nardi
Marie Brassard
Jean-François Pronovost
Dino Tavarone
Francis Ducharme
Simon Pigeon

Weltvertrieb

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