Berlinale: Programm


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Doshaburi

When It Rains, It Pours

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Tane führt eine kleine, billige Herberge, die hauptsächlich von verliebten Paaren genutzt wird. Der Vater ihrer drei erwachsenen Kinder ist mit einer anderen Frau verheiratet und hat in der Familie die Rolle eines Gastes. Trotzdem versuchen alle, den Schein des Respektablen zu wahren. Die älteste Tochter, Matsuko, verlobt sich mit ihrem Arbeitskollegen Kazuo. Als ihr familiärer Hintergrund bekannt wird, löst ihr Verlobter auf Druck seiner Mutter die Verbindung. Matsuko zieht daraufhin nach Kobe, wo sie in einem Nachtclub arbeitet. Als Kazuo zwei Jahre später wegen eines Bestechungsskandals in seiner Firma polizeilich gesucht wird, sucht er bei ihr Unterschlupf.
Das Glück der einen Generation droht das der anderen zu ersticken, so das düstere Fazit des Films. Gleichzeitig scheinen die Kinder dazu verurteilt, die Fehler der Eltern zu wiederholen.
Die Leuchtreklame der Herberge und das Pfeifen der Züge am nahen Bahnübergang markieren den Übergang zwischen dem Kosmos der Familie und der ihr feindlich gesinnten Welt und stehen gleichzeitig für das nicht Sagbare. Ein tieftrauriges Melodram über das Auseinanderbrechen einer Familie und über eine tragische, Unheil bringende Liebe.

Japan 1957, 105 Min

von

Noboru Nakamura

mit

Keiji Sada
Mariko Okada
Miyuki Kuwano
Sadako Sawamura
So Yamamura