Berlinale: Programm


Filmdatenblatt

Forum

Ghashiram Kotwal

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Seit dem ersten Jahr seines Bestehens hat das Forum sich bemüht, deutsch untertitelte Kopien der Festivalbeiträge herzustellen. Diese Praxis zahlt sich nun aus: Viele Filme haben so nur in Berlin überlebt, darunter Ghashiram Kotwal, der nun in neuer, digitaler Fassung zur Wiederaufführung gelangt. Produziert hat ihn die Yukt Filmkooperative unter der Regie von K. Hariharan und Mani Kaul, basierend auf dem gleichnamigen Theaterstück des Autors Vijay Tendulkar. Es beruht auf der Biografie von Nana Phadnavis (1741–1800), eines einflussreichen Ministers, und beschreibt Entwicklung und Fall des Peshwa-Regimes in West-Indien vor dem Hintergrund einer Politik von Intrigen und Korruption, die während der wachsenden kolonialen Bedrohung das Land verwüstete. Um seine Macht abzusichern, ernennt Nana Ghashiram zum Polizei- und Spionagechef des Staates. Nachdem er einst Unrecht erfahren und Rache geschworen hat, beginnt Ghashiram, willkürlich Macht gegen die brahmanische Bevölkerung auszuüben, bis diese seine Hinrichtung verlangt. Der Film entwickelt seine experimentelle Ästhetik aus der Beschäftigung mit fiktionaler und dokumentarischer Praxis in Theater und Film.

Indien 1977, 107 Min

von

K. Hariharan, Mani Kaul

mit

Mohan Agashe
Om Puri
Mohan Gokhale
Rajni Chauhan