Berlinale: Programm


Filmdatenblatt

Hommage

Cathy Come Home

Cathy und Reginald sind ein glückliches Paar. Nach der Hochzeit ziehen sie in eine Neubauwohnung, bald erwarten sie das erste Kind. Doch dann wird Reg nach einem Autounfall arbeitslos. Dies zwingt die beiden zum Umzug in die beengten Verhältnisse überfüllter Altbauquartiere, wo sie Unterkunft bei Regs Mutter finden, dann bei einer Vermieterin, die ihnen die Miete stundet. Nach deren Tod erhält die inzwischen vierköpfige Familie eine Räumungsklage. Kurze Zeit lebt sie in einem Wohnwagen, einem Abbruchhaus, einem Zelt. Schließlich sucht Cathy Schutz in einem Obdachlosenheim. Als sie ihren Anspruch auf Unterbringung verliert, werden sie und ihre mittlerweile drei Kinder von Beamten der Sozialbehörde nachts ... Von authentischen Off-Kommentaren begleitet und mit handgehaltener Kamera an Originalschauplätzen gedreht, stellt Ken Loachs TV-Film das individuelle Schicksal als Beispiel einer allgemeinen Notlage dar und wurde sogar Gegenstand einer Parlamentsdebatte: „Alle Geschehnisse dieses Films haben in den letzten anderthalb Jahren in Großbritannien stattgefunden. 4000 Kinder werden jährlich von ihren Eltern getrennt und in Obhut genommen, weil ihre Eltern obdachlos sind.“

Großbritannien 1966, 75 Min

von

Ken Loach

mit

Carol White
Ray Brooks
Winifred Dennis