Berlinale: Programm


Filmdatenblatt

Panorama

Felice chi è diverso

Happy to Be Different

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Ein älteres schwules Paar in einer norditalienischen Großstadt erzählt von seiner jahrzehntelangen Beziehung. Ein Mann beschreibt, wie er von seinem Vater wegen seiner sexuellen Identität misshandelt wurde. Ein anderer Mann, der sein Berufsleben in leitender Position zugebracht hat, berichtet von einem sexuell erfüllten Leben und zahlreichen homosexuellen Politikern. Quer durch alle Klassen und Regionen des Landes kommen schwule Männer zu Wort. Sie erzählen von den unterschiedlichen Verhältnissen, die schwules Leben in Italien bestimmt haben. Es geht um Abgrenzung, Diskriminierung, Leid oder Gewalt, aber auch um glückliche Lebensentwürfe. Unbehagen erzeugt die brisante Diskrepanz zwischen der Realität der einzelnen Darstellungen und der Berichterstattung in den Medien, die Schwule diskriminierend ironisch oder manipulierend hasserfüllt zur Schau stellen, besonders wenn es um Intellektuelle geht. Mit Felice chi è diverso erzählt Gianni Amelio eine schwule Geschichte Italiens seit dem Faschismus. Seine anthropologische Studie wird zu einer Kulturgeschichte des Landes; seine Analyse der sozialen Verhältnisse berührt, macht wütend und lässt keine Gleichgültigkeit zu.

Italien 2014, 97 Min

von

Gianni Amelio

Weltvertrieb

Rai Trade