Berlinale: Programm


Filmdatenblatt

Retrospektive

Sunrise - A Song of Two Humans

Sonnenaufgang - Lied von zwei Menschen

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Von einer mondänen Urlauberin aus der Großstadt betört, hat sich ein junger Bauer fast schon ruiniert. Nun ist er sogar bereit, seine Farm zu verkaufen und ihr in die Stadt zu folgen. Doch wohin dann mit seiner Frau? Schnell ist der Plan gefasst: Auf der Reise in die Stadt soll er das Ruderboot zum Kentern bringen und sie ertrinken lassen. Doch im letzten Augenblick scheut er vor dem Verbrechen zurück. In der Stadt finden der Mann und die Frau wieder zusammen … Sunrise fängt das Licht des Sommers ein; es ist Murnaus reifstes und betörendstes Werk. Den erzählerischen Strom des melodramatischen Spiels von Licht und Schatten befeuern die – dafür mit dem ersten überhaupt verliehenen Oscar ausgezeichneten – Kameramänner Charles Rosher und Karl Struss durch Bilder von hoher Plastizität, deren Höhepunkte ein Besuch im Lunapark und eine nächtliche Sturmfahrt im Ruderboot sind. Lotte H. Eisner, 1967: „Licht und Bewegung sind für Murnau in diesem Film grundlegend. Bewegtes Licht, lichte Bewegung fließt über alles; Lichtflecke, Schattenflecke flackern über Gesichter und Körper, (…) leuchtende Flächen kreieren den Raum, schaffen eben die so gerühmte ‚Tiefenschärfe‘.“

USA 1927, 95 Min

von

Friedrich Wilhelm Murnau

mit

George O'Brien
Janet Gaynor
Bodil Rosing