Berlinale: Programm


Filmdatenblatt

Retrospektive

Rashomon

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In einem Wald sind eine Frau vergewaltigt und ihr Ehemann getötet worden. Der Bandit Tajomaru bekennt sich zu beiden Taten. Doch vor Gericht reklamiert die Frau die Ermordung des Mannes für sich. Der aber erklärt, sich selbst getötet zu haben, als man ihn durch ein Medium befragt. Schließlich gibt sich ein Holzfäller als heimlicher Zeuge der Vorfälle zu erkennen und schildert sie in einer vierten Version … Rashomon, 1951 in Venedig mit dem Goldenen Löwen, später auch mit einem Oscar ausgezeichnet, ist ein Klassiker der filmischen Schwarzweiß-Dramaturgie. Vom Kameramann Kazuo Miyagawa bewusst auf „hartem“ Fuji-Material gedreht, zeigt der Film die vier Varianten der Geschehnisse und eine Rahmenhandlung mit nur wenigen Grautönen. Wenn am Beginn der Erzählung ein Kameraschwenk das Licht der hoch am Himmel stehenden Sonne einfängt, ist der Beleuchtungsstil des Films damit bereits vorgegeben: „Der Kontrast zwischen dem blendenden Sonnenstrahl und den schwarzen Silhouetten der Blätter versinnbildlicht treffend die Undurchdringlichkeit der menschlichen Psyche, die Ryunosuke Akutagawa mit dem Titel seiner literarischen Vorlage ‚Im Dickicht‘ ausdrückt.“ (Kayo Adachi-Rabe, 2004)

Japan 1950, 88 Min

von

Akira Kurosawa

mit

Toshiro Mifune
Machiko Kyo
Masayuki Mori